Dritter Besuch eines Papstes auf der Insel Kuba

19. Juli 2015
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Von Marco Antonio Martínez Cabrerizo

Die Republik Kuba, diese schöne Tropeninsel der Karibik, wird vom 19. bis 22. September zum Aufenthaltsort von Papst Franziskus, dem Oberhaupt der Katholischen Kirche. Als dritter Würdenträger in diesem Amt in den vergangenen 20 Jahren führt er diesen Besuch aus. Verschiedene Medien werden über dieses Ereignis und die Erwartungen der Katholiken und Andersgläubigen weltweit berichten.

Der Papst wird zwei Landmessen (in Havanna und Holguin) zelebrieren. Eine dritte soll noch im Santuario Nacional del Cobre, dem Sitz der Schutzpatronin Kubas, der Virgen de la Caridad stattfinden. Dieser Ort zieht stets unzählige Kubaner und Touristen aus der ganzen Welt an.

Kardinal Jaime Ortega, Erzbischof von Havanna, gab eine Erklärung ab, die darauf hinweist, dass dieser Besuch eine tiefgründige Pastoralbotschaft enthalte und den Akzent auf Dialogbereitschaft innerhalb und außerhalb der Kirche setzen wolle. Er wiederholte, dass Kuba und die USA die Gelegenheit hätten, auf diplomatischem Wege ihre Probleme zu lösen und Konfrontationen sowie Gewaltanwendung zu vermeiden.

Er bezog sich auch auf die im vergangenen Mai stattgefundene Begegnung von   Papst Franziskus und dem kubanischen Präsidenten Raúl Castro Ruz, anlässlich seines Besuches im Vatikan. Diese fand in herzlicher und respektvoller Atmosphäre statt, was von den Katholiken Kubas freudig wahrgenommen wurde.

Diese und andere Erklärungen von Kardinal Ortega sind von kleineren Dissidentengruppen heftig kritisiert worden. Was allerdings keine Bedeutung unter der Bevölkerung haben dürfte, da sich diese Gruppen immer wieder bemühen, gute Beziehungen zwischen dem Staat und der Kirche zu torpedieren.

 

 

Diesen kleinen Gruppen, die gegen die Entwicklung einer neuen Gesellschaft, bestehend aus besser Ausgebildeten, mit mehr Kultur, mit mehr Gesundheit   und mit weiteren Vorzügen versehenen Menschen angehen, versprechen wir eine journalistische Entgegnung. Diese soll die vom Kardinal vor der Katholischen Kirche und vor anderen Kirchenvertretern bei verschiedenen Gelegenheiten ausgedrückte Achtung und Liebe zum Land und allen Menschen würdigend unterstreichen.

Der genannte kubanische Prälat führte an, dass er keinen Fall von politischen Häftlingen kenne, hingegen gäbe es unter anderem manche Wirtschaftsdelikte. Obwohl es sicher berechtigt ist, dies beiläufig zu bemerken, dass es auch in den Reihen der selbsternannten UNPACU (Unión Patriótica Cubana) wie die „Damen in Weiß“ und weiteren Grüppchen mit ihren selbstgefälligen Bezeichnungen kontra-revolutionäre, ausländische Elemente gibt. Also Terroristen, welche provozieren und deren Aktionen nichts mit legalen, politischen Meinungen und Grundsätzen zu tun haben, geschweige denn mit Landesunterstützung oder Religion. Die Bevölkerung sieht wohl und die Regierung hat den Beweis dazu erbracht, dass vom Ausland beeinflusste Gruppen von dort finanziert werden, dass diese von ehemaligen Elementen der Batistadiktatur, der CIA, den Latifundisten, die durch Diebstahl im Lande reich geworden sind und Unternehmungen nebst Handelsbetrieben enteigneten, gesteuert werden. Entsprechend wird ihren Störhandlungen entgegengewirkt.

Selbstverständlich hat die Regierung teuflischen Kirchen ihre Tätigkeit im Lande untersagt oder Sekten, die Alkohol- oder Drogenkonsum fördern, das Handwerk gelegt. Auch irgendwelche Gruppierungen, die Unruhe unter dem Zeichen der Religion verursachen, indem sie Bibelverse benützen, um die Regierung anzuprangern und die bestehende Ordnung seit dem Revolutionsbeginn im Januar 1959 zu stören, wird keine Tätigkeitsberechtigung erteilt. Kirchen, welche vor der Revolution nicht im Lande registriert waren, werden genau unter die Lupe genommen, jedoch geduldet, wenn sie Kubas Obrigkeit respektieren und dem Lande geistige Werte, ethische und moralische Grundsätze der Würdigkeit, der Hingabe in der Liebe lehren und dem christlichen Evangelium entsprechend leben.

Die Päpste Johannes Paul II. und Benedikt XVI. besuchten bereits Kuba. Sie brachten ein positives Klima für den Staat Kuba, geprägt von Achtung, Frieden und Unterstützungsabsichten mit sich.

Es soll noch erwähnt werden, dass trotz den von Kardinal Ortega angeführten ehrlichen und klaren Hinweisen aus den Reihen der selbsternannten UNPACU, der Papst Franziskus als ein „roter Papst“ und der Kardinal als ein Mann, der nicht zugeben wolle, dass es politische Häftlinge auf der Insel gäbe genannt werden, obwohl er wiederholt von „Dissidenten“ spreche, welche Namenlisten von solchen vorzuweisen hätten.

Liebe Leser, lasst mich dazu lediglich sagen, dass diese Gruppierungen in Kuba sich bemühen, dem Bild und dem Ruf der höchsten katholischen Würdenträger zu schaden und ihnen ihre „politischen Delikte“ wie Betrug, Diebstahl, Aggressionen, Drogenhandel usw. unterstellen. Wir werden darüber in einem kommenden, besonderen Artikel hinweisen.