Das sind die größten Fitnessstudios in Deutschland

16. Januar 2016

Die Nachfrage nach Fitnessstudios in Deutschland ist ungebrochen, so eine neue Analyse zu den führenden Studiobetreibern. Demnach konnten die zehn größten Fitnessunternehmen ihre Mitgliederzahl im vergangenen Jahr um mehr als 10 Prozent auf nun 3,1 Mio. Kunden steigern. Das hier sind die größten Fitnessstudio-Ketten:

Top 10 der Fitnessstudio – Anbieter

Rang

Vorjahr

Anbieter

Mitgliederzahl

1

1

McFIT

>1.200.000

2

2

clever fit

500.000

3

3

Fitness First

269.000

4

4

Kieser Training

238.000

5

5

INJOY

200.000

6

7

EASYFITNESS

160.000

7

6

Mrs.Sporty

145.000

8

10

FitX*

140.000

9

8

Pfitzenmeier Gruppe

112.000

10

9

Fitness King

97.000

Quelle: edelhelfer-Analyse, Unternehmensangaben zum 31.12.2015; FitX*: Schätzung 

Den Neujahrs-Vorsetzten sei Dank: Viele Menschen schließen eine Mitgliedschaft in einem Fitnessstudio ab. So generieren die Betreiber der Anlagen sage und schreibe rund 15 bis 20 Prozent ihrer Neumitglieder im ersten Monat des Jahres. „Für uns ist der Jahresbeginn eine wichtige Zeit, aber unser ‚Home of Fitness‘-Konzept zeigt uns seit 2012, dass das neue Preis-Leistungs-Verhältnis die Mitglieder nachhaltiger begeistert und die Kundenbindung steigert“, kommentiert der Unternehmenssprecher von McFIT Pierre Geisensetter. 

Auch über den Januar hinaus profitieren die größten Anbieter von Fitnessstudios von der anhaltenden Nachfrage. Wie die bereits vierte Analyse der Beratungsgesellschaft edelhelfer zu den führenden Fitnessbetreibern zeigt, vereinen die Top 10 der Anbieter Ende 2015 rund 3,1 Mio. Mitglieder, rund ein Drittel aller Studiomitglieder in Deutschland. Damit wuchs die Gesamtmitgliederzahl der führenden zehn Betreiber im vergangenen Jahr um mehr als 10%.

Der größte Anbieter von Fitnessstudios

Der nach wie vor mit deutlichem Abstand größte Anbieter ist McFIT mit mehr als 1,2 Mio. Mitgliedern in Deutschland. Anfang 2015 hat der Marktführer sein neues High5-Konzept mit kleineren Anlagen eingeführt, die mit Tarifen ab 9,90 EUR beworben werden und damit wieder den derzeit günstigsten Preis im Markt gesetzt. Zuvor war Wettbewerber FitX mit 15 EUR pro Monat in den Markt eingetreten und wies im vergangenen Jahr dank einer Erhöhung der Anlagenzahl von 20 auf 35 das stärkste relative Mitgliederwachstum auf. Die übrigen Discount-Betreiber clever fit, EASYFITNESS und Fitness King konnten ihre Mitgliederzahl ebenfalls jeweils um mindestens 20% steigern. 

Premium – und Discount-Strategien

Doch auch die Nicht-Discounter in den Top 10 können ihre Mitgliederanzahlen und damit Marktposition halten. Dabei setzen sie im Wettbewerb um Kunden auf unterschiedliche Strategien: Fitness First führt seine Premiumisierung mit der Entwicklung höherwertigen Anlagen fort, Kieser Training setzt auf die Erweiterung seiner Zielgruppe, INJOY entwickelt mit dem „Station“-Konzept kompakte Anlagen und Mrs.Sporty integriert webbasierte, moderne Geräte in sein Zirkeltraining für Frauen.

Neben diesen großen klassischen Anlagenbetreiber profitieren auch die unterschiedlichsten neuen Angebotsformen von der steigenden Nachfrage nach Fitnessangeboten.

Die Trends in den Fitnessstudios

Von dem nach wie vor aktuellen Trend des funktionellen Trainings profitieren vor allem die noch relativ jungen „CrossFit“-Angebote. Nachdem die erste Anlage, auch „Box“ genannt, 2009 ins Ansbach eröffnet wurde, trainieren gemäß einer aktuellen Studie der Fitnesssuchmaschine fitogram mittlerweile rund 23.000 Menschen in über 190 Fitnessstudios in Deutschland. Auch erst in den vergangenen Jahren entstanden sind Online-Anbieter wie Somuchmore oder UrbanSportsClub, die mit einer Mitgliedschaft die Nutzung einer Vielzahl an Fitness- und Wellnessangeboten innerhalb einer Stadt ermöglichen. Mit ihrem vielseitigen Leistungsspektrum stellen sie einen neuartigen Wettbewerb zu den etablierten Fitnessstudios dar. 

Immer mehr technische Hilfsmittel von sogenannten Trackern, die Schritte zählen, Puls und Distanz messen oder den Kalorienverbrauch berechnen bis hin zu kompletten Anzügen des Startups Wearable Life Science, die ein Elektrostimulationstraining außerhalb des Studios erlauben, wollen den Käufern helfen fit zu werden. Online-Fitness oder Diätprogramme bieten Möglichkeiten wie „Mach Dich sexy“, „Mach Dich krass“ oder „Mach Dich leicht“ und setzen in ihrer Werbung auf Prominente wie Detlef D! Soost, Maria Höfl-Riesch oder auf erfolgreiche Fitnessblogger.    

Für edelhelfer-Geschäftsführer Niels Gronau stellen diese Angebote jedoch keine wesentliche Bedrohung für die traditionellen Fitnessstudio-Betreiber dar. „Die neuen Angebote erweitern den Markt, machen ihn vielseitiger und öffnen ihn damit für neue Zielgruppen. Aus unserer Sicht können sie die typischen Fitnessanlagen jedoch nicht ersetzen, sondern sind vielmehr Chance als Risiko für die klassischen Betreiber.“