Römertopf – Eine Marke und ein Prinzip

30. Mai 2017
Kommentare deaktiviert für Römertopf – Eine Marke und ein Prinzip

Der Römertopf hat seinen Namen nicht von ungefähr. Bereits in der Antike entdeckte man das Verfahren, ein Gericht im eigenen Saft schmoren zu lassen. So berichtete Lukullus, quasi der erste Gourmet und Feinschmecker unserer Zeit, begeistert von der Zubereitung in Tongefäßen. Das Prinzip ist einfach: Die Speisen werden mit etwas Flüssigkeit in den Tontöpfen gegart, die Aromen, aber auch Nährstoffe bleiben so erhalten.

In Deutschland wurde der „Römertopf“  im April 1967 vom Keramikunternehmen Eduard Bay GmbH als Innovation auf der Hannovermesse, damals führende Konsumgütermesse in Deutschland, vorgestellt. 1997 wurde die Marke „Römertopf“ durch den geschäftsführenden Gesellschafter Otto Gatzke übernommen und in die Römer-Topf Keramik GmbH & Co. KG gewandelt.

Seit den 70er Jahren wurden über 50 Millionen Römertopf-Bräter verkauft – rein rechnerisch könnte also in jedem der 40 Millionen deutschen Haushalte ein Römertopf stehen. Die absatzstärksten Modelle sind dabei die Klassiker für vier beziehungsweise für sechs Personen.

Produktion im Westerwald

Die Römertopf Keramik GmbH & Co. KG hat heute 40 Mitarbeiter, die Produktion erfolgt ausschließlich am Firmensitz in Ransbach-Baumbach im Westerwald.

Dazu Michel Rouland: „Made in Germany bedeutet für uns nicht nur, dass das in Deutschland hergestellte Produkt qualitativ besonders hochwertig ist und Arbeitsplätze in Deutschland gehalten werden. Es bedeutet auch, dass Römertopf vorhandene Ressourcen kontrolliert nutzt und die Umwelt schützt. Wir verwenden ausschließlich Naturton aus dem Westerwald – ein Rohstoff, der bei uns zur Verarbeitung nicht um den Globus reisen muss. So vermeiden wir unnötige CO2- Emissionen und leisten mit jedem Römertopf „Made in Germany“ einen Beitrag zu Nachhaltigkeit und Umweltschutz.“

Mittlerweile ist „Römertopf“  eine weltweit eingetragene Marke. Und die Produkte sind auch auf der ganzen Welt zu bekommen: der Exportanteil liegt bei weit über 50 Prozent. Die Exportländer sind: Schweiz, Österreich, Frankreich, England, Skandinavien, USA, Südafrika, Australien, China und Japan.

Mehr als nur ein Römertopf

Das Sortiment teilt sich in vier Bereiche: Auf der einen Seite gibt es universell einsetzbaren Bräter in verschiedenen Formen und Designs. In diesen Römertöpfen lässt sich alles zubereiten, von Schweinefleisch über Geflügel bis zu Gemüsegratins und Nudelaufläufen. Der zweite Produktschwerpunkt, gleichwertig im Umsatz, sind Spezialbräter, die einen bestimmten, klar abgegrenzten Nutzen haben wie Hähnchen- oder Mini-Bräter für Äpfel und Brotbackschalen.

Römertopf für den Grill oder den Ofen. Foto: pr

Zum Jubiläum wurde das Sortiment erweitert. Jetzt gibt es Römertöpfe für den Grill oder das Lagerfeuer. Diesen haben wir hier getestet. Gemeinsam haben sie dass das Prinzip des Dunstgarens sowie die kalorienarme und aromareiche Art der Zubereitung. Darüber werden noch Brottöpfe und Vorratsdosen produziert.

Ähnliche Beiträge: