10 Dinge, die Thailand-Urlauber wissen sollten

10. Dezember 2014

Das Urlaubsparadies Thailand rangiert jedes Jahr unter den Top-Reisezielen der Deutschen. Und doch gibt es wahrscheinlich nur wenige andere Länder auf der Erde, die europäischen Touristen so suspekt erscheinen. Das sind die zehn der skurrilsten Sehenswürdigkeiten, Gewohnheiten, Ess- und Schlafmöglichkeiten:

1. Eine Nacht auf dem schwimmenden Floß

Die außergewöhnlichste Unterkunft finden Bangkok-Urlauber eindeutig im Bangkok Tree House. Die verschiedensten Schlafmöglichkeiten werden dort angeboten – von einem Schlafplatz im Baumhaus über eine Nacht auf einem schwimmenden Floß bis zum Check-In per Fahrrad ist alles dabei. Ideal für Gäste, die eins mit der Natur sein wollen – bei Übernachtungspreisen zwischen $125,- und $309,- pro Nacht auch gerade noch erschwinglich.

2. Brot in Körperformen

Wer gerne auch mal aus dem turbulenten Bangkok raus möchte, sollte einen Abstecher nach Ratchaburi machen. In der Stadt, die etwa 80 Kilometer westlich der Metropole liegt, gibt es einen Bäckermeister, der aus Teig Körperteile formt. Köpfe, Hände, einzelne Nasen und Ohren – das hört sich doch lecker an. Na, Appetit bekommen?

3. Ein Ausflug in das Forensische Museum

Apropos Körperteile. Der Bäcker war mit Sicherheit auch schon mal im Siriraj Hospital, dem ältesten Universitätskrankenhaus in Bangkok. Das Krankenhaus arbeitet mit der Medizinischen Fakultät zusammen, weshalb es dort jede Menge bizarre Ausstellungen zu sehen gibt. Das Forensische Museum oder „Museum of Death“ zeigt zum Beispiel konservierte Körperteile von Unfall- und Mordopfern oder von Selbstmördern und Föten mit Missbildungen. Sogar der längst verstorbene Gründer des Museums, Dr. Songkran Niyomsane, ist immer noch mit seinem Schaffensort verbunden – auch sein Skelett kann man hier begutachten. Wer hat jetzt Lust auf ein Brot?

4. Bloß nicht auf Geldscheine treten

Die königliche Familie wird in Thailand verehrt wie hierzulande manch ein Superstar. Öffentliche Kritik oder andere Herabsetzungen über die Royals zu äußern, ist ein absolutes No Go. Das beleidigt viele Landsleute in ihrem Nationalstolz. Sobald die Nationalhymne ertönt oder der König auch nur im Fernsehen erscheint, gehört es sich, aufzustehen – auch für Ausländer. Das Bild des Königs findet sich auf jedem Geldschein und jeder Münze. Kein Wunder, dass das Zerknüllen von Geldscheinen nicht gut ankommt. Mit dem Fuß darauf zu treten, ist sogar verboten.

5. David Beckham auf Thailändisch

Den Fußballstar in Bangkok besuchen? Kein Problem. Einmal zum Tempel „Wat Pariwat“ – oder auch „David Beckham-Tempel“ genannt – und da steht er auch schon. Im hinteren Teil des Altars wurde 1998 ein Garuda, eine der bedeutendsten Figuren in der thailändischen Mythologie, durch eine Miniatur von David Beckham ersetzt. Kaum zu glauben, da Garuda sogar das Emblem des thailändischen Königs ziert, aber alles ist natürlich mit der Zustimmung des Tempelvorstehers geschehen. Immerhin wird die Haarpracht der Figur nicht mit jedem Frisörbesuch von Beckham verändert…

6. Gelb ist das neue Königsblau

Wer sich schon immer fragte, warum die Farbe Seiner Majestät König Bhumibol Adulyadej eigentlich gelb ist, der bekommt folgende Antwort: Der Monarch wurde an einem Montag geboren und die Farbe des ersten Tages der Woche ist gelb. Wenn Thailänder also an einem Montag gelbe Kleidung tragen, drücken sie damit ihre Verehrung dem König gegenüber aus. Doch auch alle anderen Wochentage sind in Thailand Farben zugeordnet. Der Dienstag ist rosa, der Mittwoch grün, der Donnerstag orange, am Freitag trägt man blau, am Samstag lila und am Sonntag rot. Das Ganze wird auf die hinduistische Mythologie zurückgeführt, in der jedem Gott jeweils ein Planet, eine Farbe und ein Wochentag zugeordnet wurde. Eine alte Tradition, die aber immer noch von manchen Thais gepflegt wird.

7. Bangkok hat den längsten Städtenamen der Welt

Die Einheimischen nennen ihre Hauptstadt Krung Thep, der vollständige Name lautet jedoch: Krung Thep Maha Nakhon Amon Rattanakosin Mahinthara Yutthaya Mahadilok Phop Noppharat Ratchathani Burirom Udom Ratchanivet Maha Sathan Amon Phiman Avatan Sathit Sakkathattiya Vitsanukam Prasit. Puh! Übersetzt heißt das Ganze in etwa: Große Stadt der Engel, höchster Hort göttlicher Juwelen, großes unbesiegbares Land, großes und hervorragendes Reich, herrliche königliche Hauptstadt, geschmückt mit den neun himmlischen Edelsteinen, höchster Königssitz und königlicher Palast, Herberge der Götter und Haus der wiedergeborenen Seelen. Alles klar, oder?

8. Ein Tempel aus Millionen Flaschen

Unglaublich, aber wahr! In der Region Isaan steht ein Tempel, der aus Unmengen von leeren Flaschen erbaut wurde. „Wat Lan Kuat“ oder auch „Wat Pa Maha Chedi Kaew“ ist der Name der Tempelanlage, in der über eine Million Bierflaschen verbaut sind. Vor allem grüne und braune Flaschen werden verwendet (Viele Thais trinken gerne Heineken und Chang). Solange es Leergut gibt, wird weiter gewerkelt. Das ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern kann auch toll aussehen. Wenn die Sonnenstrahlen auf die Flaschengebäude treffen, werden einzigartige Lichtspiele erzeugt. Eine tolle Recycling-Idee!

9. Schon mal was von Takraw gehört

Der Nationalsport der Thailänder ist bei uns nicht wirklich bekannt. Dabei hört sich das Ganze nach viel Spaß an: Das Ballspiel wird mit einem aus Rattan geflochtenen Ball gespielt. Er wiegt weniger als 200 Gramm bei einem Durchmesser von ungefähr 15 Zentimetern. Im Grunde darf der Ball mit allen Körperteilen über das gespannte Netz gespielt werden – außer mit den Händen. Die Sportart ähnelt dem Fußball, sticht aber doch mit mehr artistischen Kunststücken wie Saltos, Fallrückziehern und spektakulären Sprüngen heraus.

10. Essen im Baum

Unter dem Blätterdach des Regenwaldes und mit fantastischem Blick auf das Meer können Gäste im „Treepod“ des Soneva Kiri Resorts in der Provinz Trat speisen. Am Boden steigt man in die Bambusschale ein, anschließend geht es sechs Meter hoch in die Baumkrone. Der Kellner bringt die Speisen und Getränke selbstverständlich auch hoch oben an den Tisch – mit einem Sicherheitsgurt an ein Stahlseil geklammert werden die Menüs serviert.