Was Du über Celle noch nicht wusstest

31. Juli 2020

In diesem Beitrag geht es um Celle, eine Stadt in Niedersachsen – die aber so einige Besonderheiten hat, von Bauhaus, über Lichtkunst bis zu Turmbläser.

Der Tod eines Celler Herzogs bringt den Menschen heute Glück 

Jahrhundertelang war die Stechbahn in der Celler Altstadt der Festplatz für die herzoglichen Ritterturniere. Ein besonders eifriger Teilnehmer war der Celler Herzog Otto „der Großmütige“, der bei einem dieser Reiterspiele tödlich stürzte. Das bei Cellern und Touristen beliebte Hufeisen mit der Jahreszahl 1471erinnert daran. Zwar handelt es sich um eine Sage, denn heute weiß man sicher, dass er in seinem Bett starb, was aber stimmt, ist das Hufeisen Glück bringen: Wann immer man hier vorbeikommt, stellt man sich auf das berühmte Hufeisen und wünscht sich etwas. Diese Wünsche gehen immer in Erfüllung – man weiß nie genau wann, aber es funktioniert.

In Celle gibt es einen Turmbläser, der von der Stadtkirche trompetet

Während die eine Seite der Stechbahn von Fachwerkhäusern gesäumt ist, ragt auf der anderen Seite die Stadtkirche empor. Täglich steigt der Celler Turmbläser auf den 74,5 Meter hohen Turm der 700 Jahre alten Kirche St. Marien und bläst wie in alten Zeiten einen Choral in alle vier Himmelsrichtungen. (Mo bis So: 16.30 Uhr | zusätzlich Sa und So: 09.30 Uhr)

Celle hat einen Lichtkunstbahnhof 

Bänke leuchten. Lichtkunst strahlt an der Fassade. Bewegtes Licht und Klänge begleiten Fußgänger und Radfahrer auf der Straße und dem Bordstein der Bahnunterführung. International bekannte Lichtkünstler machen diese Kunst im öffentlichen Raum möglich. Celle hat damit den ersten und bislang einzigen Bahnhof in Deutschland mit permanenter Lichtkunst.

Der Celler Schlosspark ist voller exotischer Bäume

Hier sind Flatterulme, Sumpfzypresse und der Taschentuchbaum zuhause, dessen Blüten aussehen wie weiße Papiertaschentücher. Auch der Zuckerahorn, ein Urweltmammutbaum und Amberbaum, haben hier ihre Plätzchen, ebenso eine Papierbirke und ein Götterbaum. Insgesamt über 50 besondere Baumarten laden zu einem botanisch bemerkenswerten Rundgang ein. Kleine Schilder kennzeichnen die Bäume und vermitteln Betrachtern entsprechende Informationen.

Bauhaus-Architektur pur

Wusstet ihr, dass Celle neben Weimar und Dessau zu den bedeutenden Orten der Bauhaus-Geschichte gehört? Entdeckt  die Spuren der Bauhaus-Architektur und des Neues Bauens in Celle. Lernt dabei  die Geschichte der Altstädter Schule kennen. Bei besonderen Stadtführungen und Erlebnistouren kann man sich auf den Spuren des Ausnahmearchitekten Otto Haesler bewegen.

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