Was tun bei Altersabhängige Makula-Degeneration

15. Dezember 2013

Im Winter fühle ich mich im Straßenverkehr oft so unsicher – diesen Satz hören wir Augenärzte in der dunklen Jahreszeit häufiger“, weiß Professor Frank G. Holz von der Universitäts-Augenklinik Bonn. „Egal welche Sehstörung dahinter steckt, nur eine augenärztliche Untersuchung bringt Klarheit. Insbesondere Menschen über 50 und Diabetiker haben ein erhöhtes Risiko für bestimmte Augenerkrankungen und sollten sich daher jährlich untersuchen lassen.“ Ursache für Sehbeeinträchtigungen können Augenerkrankungen wie die Altersabhängige Makula-Degeneration (AMD) oder die Diabetische Retinopathie (DR) bzw. das Diabetische Makulaödem (DMÖ) sein. Um die Bevölkerung über diese Netzhauterkrankungen aufzuklären und zu sensibilisieren, haben Vertreter der Fachgesellschaften, der Selbsthilfe, der Politik und der Gesundheitswirtschaft die Initiative „Bewahren Sie Ihr Augenlicht“ ins Leben gerufen.

Ein Blick auf die Verbreitungszahlen unterstreicht den Aufklärungsbedarf: Jährlich erkranken in Deutschland rund 50.000 Menschen neu an der feuchten AMD, die neben der trockenen Form zwar die seltenere, aber die deutlich aggressivere und schneller fortschreitende Form ist. Ebenso gefährdet sind Diabetiker, denn ihre Erkrankung kann Folgeschäden am Auge nach sich ziehen. Umso wichtiger ist es für Menschen über 50 und Diabetiker, ihre Augen regelmäßig kontrollieren zu lassen. Denn rechtzeitig erkannt können Sehstörungen wie AMD oder DMÖ gut behandelt werden. Professor Holz: „Für die Diagnose stehen uns verschiedene Methoden zur Verfügung, die alle für den Patienten völlig schmerzlos sind. Dazu gehören neben der einfachen Untersuchung des Augenhintergrundes mit einer speziellen Lampe die Optische Kohärenztomographie (OCT) sowie die Fluoreszenz-Angiografie“. Aus Furcht vor der Untersuchung sollte also niemand auf den Augenarzttermin verzichten.

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