Tausch-Rausch statt Shopping-Marathon

12. Dezember 2013

Am 30. November 2013 war Kauf-Nix-Tag. Mit einem 24-stündigen Konsumverzicht sollte an diesem Tag gegen „ausbeuterische Produktions- und Handelsstrategien internationaler Konzerne und Finanzgruppen“ protestiert werden.

Tauschen statt kaufen

Wer am Kauf-Nix-Tag nicht auf ein Kleiderschrank-Update verzichten will, kann auch einfach Kleider tauschen. Dank Internet und Smartphones muss man sich dabei nicht mehr nur auf den Kleiderschrank der besten Freundin beschränken. Mit 7,8 Millionen verfügbaren Artikeln ist die Tausch-Plattform Kleiderkreisel der größte Kleiderschrank Deutschlands und besser gefüllt als jede Shoppingmeile. Von Bozen nach Palermo: Würde man seinen Inhalt an einer Wäscheleine aufhängen, wäre sie länger als Italien.

Kleiderkreisel_BochumEiner für alle: Außerdem würden die aktuell eingestellten Produkte den Bedarf einer Stadt von der Größe Bochums decken.

Mit bisher 4 Millionen wiederverwendeten Produkten kämpft die Plattform stilvoll gegen Verschwendung und für einen neuen, sozialen Konsum. “In unseren Kleiderschränken häufen sich Berge ungenutzter Kleidung, während wir immer weiter kaufen und kaufen”, so Sophie Utikal, Gründerin von Kleiderkreisel. “Statt neu zu kaufen und die Waren-Produktion anzukurbeln, regen wir dazu an, Ungenutztes weiterzuverwenden und so der Kleidung eine neue Geschichte zu geben.”

 

Der Kleiderkreise in Zahlen

  • Million Member Club: 1,2 Millionen Deutsche sind bei der modischen Konsum-Alternative.

  • Golden Kreisler: Das älteste Mitglied ist 73 Jahre alt.

  • Baby Kreisler: Bei der Tochterplattform Mamikreisel kommen auch die Kleinsten nicht zu kurz, hier sind bereits über 115.000 Mamis angemeldet.

  • Kreisel-Recycling: 4 Millionen ungenutzte Kleider wurden bisher weitergegeben statt weggeworfen.

  • Täglich mehr: Jeden Tag finden im Schnitt 8.000 nicht mehr benötigte Kleider einen neuen Besitzer.

  • Initialzündung: Das erste erkreiselte Kleidungsstück war ein gestreifter Pullover im Jahr 2009.