Silvesterbräuche

31. Dezember 2010

Schaut man sich in der Welt um, so findet man besonders zur Jahreswende viele Neujahrsbräuche. Was alle diese Bräuche gemeinsam haben, ist die Hoffnung auf Beständigkeit und eine bessere Zukunft mit mehr Geld, mehr Liebe, mehr Glück.

Während man hierzulande Marzipanschweinchen verschenkt oder flüssiges Blei in kaltes Wasser tropfen lässt, um anschließend mit viel Fantasie zu interpretieren, ob das neue Jahr nun den erhofften Geldsegen oder doch nur ein paar neue Schuhe bringt, sind die Spanier schon etwas kreativer. Für sie haben die Mitternachtsglocken eine wichtige Bedeutung. Wer dort zu jedem Glockenschlag eine Traube verzehrt, darf sich etwas wünschen. Da dieser Brauch sich allgemeiner Beliebtheit erfreut, werden in spanischen Supermärkten vor der Jahreswende sogar schon Weintrauben im Zwölfer-Pack angeboten.

Eine andere Frucht findet in einigen Teilen Chinas eine sehr ungewöhnliche Verwendung. Hier werfen Unverheiratete Mandarinen ins Meer und erhoffen sich damit großes Liebesglück im neuen Jahr. In Japan kommen traditionell zur Jahreswende Mochis auf den Tisch. Die Klöße aus Klebereis sollen Glück fürs neue Jahr bringen und ein langes Leben versprechen. Kurzfristig gesehen bringen sie dem einen oder anderen jedoch eher Unglück, denn die klebrige Konsistenz der Klöße hat schon so manch einen Japaner ersticken lassen. Damit das nicht passiert, wissen die Japaner über Erste-Hilfe bestens Bescheid: Fünf Schläge zwischen die Schulterblätter des am Boden liegenden Opfers sollen die Notsituation abwenden und den Erstickenden vor dem qualvollen Mochi-Tod bewahren.

Nicht nur Lebensmittel, auch Textilien spielen in vielen Ländern der Welt eine wichtige Rolle bei den Neujahrsritualen. In Brasilien wird das Silvesterfest in weiß gefeiert. Die Farbe des Friedens, der Reinheit und Unschuld verheißt einen glücklichen Start ins neue Jahr. Nicht ganz so unschuldig wie die weiße Oberbekleidung gestaltet sich das „Darunter“ bei den brasilianischen, den italienischen und auch den chilenischen Frauen: Sie alle tragen in dieser Nacht rote Unterwäsche in der Hoffnung auf großes Liebesglück im neuen Jahr.

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