Sieben besondere Wintersportorte die Du kennen solltest

30. Oktober 2019

Die Deutschen verreisen gern und das nicht nur im Sommer. Laut einer Umfrage machen über 13 Millionen Menschen jedes Jahr auch Ski- und Winterurlaub. Die bevorzugte Region der meisten deutschen Pistenjäger ist Österreich. Für alle, die besonderen Skispaß jenseits von Hüttengaudi und Mainstream-Après-Ski-Parties suchen, haben wir mit den Reiseexperten von itravel sieben Wintersportorte zusammengestellt, die man mal besuchen sollte.

Marokko – Morgens Skifahren auf 4.000 Metern und nachmittags am Strand relaxen

Wintersport im Wüstenstaat Marokko? Tatsächlich hat das Land in Nordafrika neben Hitze, Sand und weiten Steppen auch eines der weltweit größten Gebirge zu bieten – das Atlasgebirge. Nicht weit von Marrakesch liegen die Gletscher und Skigebiete auf 4.000 Metern Höhe und bieten Wintersportlern viele Möglichkeiten. Die Jbel Oukaimeden befinden sich in Höhen zwischen 2.600 und 3.265 Metern, mit sieben Liften werden die Alpinisten bis zum höchsten Punkt gebracht. Zehn Pistenkilometer auf drei Routen hat das exotische Skigebiet zu bieten, die beste Reisezeit ist von Januar bis März. Besonderes Highlight: Wer sich zwischen Schnee oder Sonne nicht entscheiden kann, fährt zum Mittagessen von den Oukaimeden nach Marrakesch und nachmittags an den Strand von Essaouira, um sich vom anstrengenden Wintersport in Eiseskälte bei angenehmen 20 Grad zu erholen – ein besonderes Erlebnis.

Israel – Vom tiefsten Punkt der Erde am Toten Meer zum Mount Hermon auf 2.000 Höhenmeter

Bekannt ist Israel mehr für seine Tiefgebiete als für Höhenlagen – die Oberfläche des Toten Meeres ist der tiefste, für Menschen frei zugängliche Ort unserer Erde. Dass man im Land der Mitte aber auch Skifahren kann, darauf kommt man nicht sofort. Das Skigebiet Mount Hermon liegt 165 Kilometer von Tel Aviv entfernt und bietet Wintersportlern 45 Kilometer lange Pisten auf 1.600 bis 2.040 Metern Höhe zum Skifahren oder Snowboarden. Man gelangt mit Reisebussen oder mit dem Mietauto von der Hauptstadt in etwa zwei Stunden Fahrtzeit dorthin. Unterkünfte vor Ort gibt es wenige, da die Saison sehr unbeständig ist. Vorteil ist, dass deshalb kaum Touristen anzutreffen sind, sondern mehr die einheimische Bevölkerung. Die beste Reisezeit ist Januar bis März – uns wer möchte kann auf dem Weg mit mobilen Casino-Spaß die Zeit vertreiben.

Hawaii & Sizilien – Wintersport auf Vulkanen

Hawaii ist eine Insel mit vielen Gesichtern. Bekannt ist sie als Surferparadies mit meterhohen Wellen, Strand und Sommersonne. Weniger denkt man bei Hawaii ans Skifahren und doch ist es  möglich. Der Mauna Kea ist einer der bekanntesten Vulkane Hawaiis und der höchste Berg mit bis zu 4.200 Metern. Übersetzt heißt Mauna Kea “der weiße Berg”, weil er von November bis Februar mit Schnee bedeckt ist. Von dort oben blickt der Wintersportler auf die Vulkanlandschaft, tropische Wälder mit üppigem Grün und auf das Meer. Wegen unbefestigten Skipisten mit fünf Kilometer langen Abfahrten ist Mauna Kea ein Paradies für Könner und Freestyler. Wer innerhalb Europas bleiben und trotzdem auf einem Vulkan Skifahren möchte, der kann das auf dem höchsten aktiven Vulkan Europas, auf dem Ätna in Sizilien, tun. Es gibt hier zwei Skigebiete, Ätna Nord und Ätna Süd. Bei klarer Sicht kann man sogar bis zum Mittelmeer blicken. Die beste Reisezeit ist von Dezember bis März.

Griechenland, Peloponnes – Surreale Welt zwischen Bergen und Meer

Griechenland bietet die perfekte Kulisse für ein wahrlich exotisches Skireise-Erlebnis zwischen Bergen und Meer. Denn Griechenland bietet weit mehr als Wein, Olivenhaine, Strände und Meer. Auch Wintersportler kommen auf den 2.000 Meter hohen Peloponnes auf ihre Kosten. Beliebt – besonders bei den Athenern – ist das etwa zwei Autostunden entfernte Mainalon Skigebiet. Es ist das zweitsüdlichste Skigebiet Europas mit 122 Skiliften und 197 Pistenkilometern. Von manchen Pisten bietet sich ein beeindruckender Blick aufs Meer, zum Beispiel im Skigebiet Kalavryta oder Pelion Ski Center. Die beste Reisezeit für Wintersport ist von Dezember bis März.

Spanien, Andalusien – Kultur und Wintersport rund um Europas südlichstes Skigebiet

Die Sierra Nevada in Südspanien ist mit 3482 Metern das höchste Gebirge der iberischen Halbinsel und das südlichste Skigebiet in Europa. Mit 30 Skiliften werden stündlich knapp 50.000 Wintersportler auf den Gipfel des Pico del Veleta gebracht. Auf insgesamt 103 Pisten lassen sich knapp 95 Kilometer fahren. Die Skisaison dauert von Dezember bis April. Wer noch etwas kulturelle Abwechslung zu Wintersport und Après Ski sucht, kann die nahegelegene Weltkulturerbestadt Granada besuchen. Am Fuße der Sierra Nevada gelegen ist sie in etwa 1,5 Stunden mit dem Auto oder Bus erreichbar. Neben der weltberühmten Alhambra hat die andalusische Stadt auch zahlreiche andere Must-sees zu bieten, viele historische Gebäude aus maurischer Zeit und aus der Gotik und Renaissance. In wunderschön verwinkelten Gassen kann man den Abend bei guten Tapas für wenig Geld ausklingen lassen.

Neuseeland – Im mitteleuropäischen Sommer zum Heliskiing auf die andere Erdhalbkugel

Neuseeland liegt im Südwestpazifik auf der Südhalbkugel unserer Erde. So sind in den mitteleuropäischen Sommermonaten die Berge voller Schnee und warten nur darauf, von Ski- und Wintersportlern erobert zu werden. Whakapapa liegt auf der Nordinsel und ist das größte Skigebiet Neuseelands. Der Mount Ruapehu ist 2.797 Meter hoch und gleichzeitig ein Vulkan. Von dort aus hat man eine herrliche Sicht über hügelige Waldlandschaften des Whanganui Nationalparks. Acht Lifte und 44 Kilometer nicht präparierter Freeride-Pisten stehen vor allem Skiprofis zur Abfahrt bereit. Die Saison geht von Mitte Juni bis Ende Oktober. Besonderes Highlight für Extremsportler: Heliskiing auf dem Mount Cook (in der Maorisprache “Aoraki” genannt). Er ist mit 3.754 Metern der höchste Berg Neuseelands und bis zu 40 Prozent mit Gletschern bedeckt. Skifahrer werden mit einem Helikopter hoch auf die Gletscher geflogen und in der Wildnis abgesetzt. Von dort aus treten die Abenteurer ihre Talfahrt an, die durch Tiefschnee und unberührte Natur und Wälder führt.

Sand statt Schnee – Sandboarding in der Wüste

Wer zwar Bretter mag, aber keinen Schnee, für den ist Sandboarding oder auch Sandskiing genannt die perfekte Alternative. Der Extremsport hat Anhänger weltweit und wird vor allem in Wüstengebieten ausgeübt. Perfekte Destinationen für den besonderen Brettsport sind die Namib-Wüste in Namibia, der Ninety Mile Beach in Neuseeland, die Atacama Wüste in Chile, Hucachina in Peru oder die Wüste in Abu Dhabi.

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