Seidensticker

21. März 2021

Die Unternehmensgruppe Seidensticker gehört nach eigenen Angaben heute zu den Top drei der größten Hemdendhersteller weltweit. Im Schnitt wird alle 30 Sekunden ein Hemd (oder eine Bluse) von Seidensticker verkauf.

Das in Bielefeld gegründete Unternehmen beschäftigt international ca. 2.400 Mitarbeiter. Insgesamt fertigt die Gruppe ca. 15 Mio. Teile im Jahr. Die Exportrate belief sich auf 36 Prozent im Geschäftsjahr 2013/2014.

Nach eigenen Angaben werden heute fast alle Hemden und Blusen aus den Kollektionen in eigenen Fertigungsstätten in Vietnam und Indonesien hergestellt. Das Unternehmen befindet sich zu 100 Prozent in Familienbesitz. Die beiden Gesellschafter Gerd Oliver und Frank Seidensticker führen die Gruppe.
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Die Geschichte

Alles Begann im Jahr 1919 in Bielefeld. Die Stadt hat traditionell eine starke Textilindustrie. Dazu gehörten Spinnereien, aber auch die weitere Verarbeitung der Stoffe. Damals begann Walter Seidensticker mit 5.000 Mark Startkapital im elterlichen Wohnzimmer mit der Produktion von Hemden. Der Umsatz in diesem Jahr lag immerhin schon bei 70.000 Mark. 1922 werden schon 120 Näherinnen beschäftigt, wenige Jahre später kommen Takt-Fließbänder dazu, die Grundlage für die arbeitsteilige Fertigung.

Die erste technische Innovation wird im Jahr 1957 das erste bügelfreie Hemd. Als Material kommt 1960 Nylon hinzu, hiermit boomt die Herrenhemd-Produktion. 1963 übernimmt Walter Seidensticker die Firma Dornbusch, die Marke bleibt weiter bestehen.

Seit 1965 wurde weitere Produktionsstätten im Ausland aufgebaut, zuerst in Spanien, dann in weiteren Ländern. Sei 1996 wird eine Niederlassung in den USA für den Vertrieb der Produkte in Nordamerika gegründet.

2015 erfolgte der Einstieg in den E-Commerce.

Welche Marken gehören zu Seidensticker?

Seidensticker HemdenIst Dir manchmal schon die aufgestickte Rose auf Hemden oder Blusen aufgefallen? Dieses Symbol verleiht der Marke Schwarze Rose ihren Namen. Als wiederkehrendes Motiv taucht es am Ärmelschlitz oder im Bauchbereich des Hemdes sowie im Labeling der Blusen auf. Die Marke wurde 1968 eingeführt, nach eigenen Angaben die “erfolgreichste Hemdenmarke der Nachkriegsgeschichte.”

Die Neuauflage von “Schwarze Rose” kam 2002, insbesondere mit dem Schwerpunkt auf schlanken Schnitten und aus 100 Prozent Baumwolle.

Neben den Eigenmarken Seidensticker, Schwarze Rose, Jacques Britt

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 (eingeführt 1969 als Premiummarke), Dornbusch, Lorenzo Calvino, Uno Super Slim und Splendesto und Redford hält das Unternehmen auch die Masterlizenz für camel active (seit 2002 bis 2020) sowie Lizenzen für Bogner und Arrow.

Im Jahr  2017 wurden die Marken “Uno Super Slim”, “Schwarze Rose” und “Splendesto” dann wieder eingestellt. Seitdem ziert die schwarze Rose das Seidensticker-Logo.

 

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