Schuppen loswerden – so gelingt es

4. Oktober 2021

Ein gepflegtes Äußeres hat großen Einfluss auf unser Selbstvertrauen. Sitzt das Outfit gut und glänzen die Haare mit der Sonne um die Wette, fühlen wir uns wohl, manchmal sogar unbesiegbar. Wird unser Erscheinungsbild jedoch als unästhetisch oder gar unhygienisch wahrgenommen, beispielsweise wenn Schuppen auf den Schultern sichtbar sind, hat das auch negative Effekte auf unser Selbstvertrauen. Schuppen loswerden – mit diesen Tipps gelingt es.

Leider werden Schuppen von vielen Menschen immer noch mit mangelnder Hygiene assoziiert. Kratzen wir uns womöglich öffentlich am Kopf, weil es juckt, ziehen wir unangenehme Blicke auf uns. Ich wählen hier ganz bewusst die Wir-Form, denn etwa die Hälfte aller Menschen hat irgendwann in ihrem Leben mit Schuppen und Kopfhautproblemen zu kämpfen. Und trotzdem spricht niemand darüber, da das Thema ein Tabu ist. Das wollen wir ändern und räumen deshalb mit Vorurteilen und Mythen rund um die Themen Schuppen und Kopfhautprobleme auf.

Dazu spreche ich mir Dr. Patricia Ogilvie, sie ist dermatologische Beraterin von Head & Shoulders.
Wie verbreitet sind Kopfhautprobleme und Schuppen?

Vielen Menschen sind ihre Schuppen oder auch Kopfhautprobleme peinlich. Dabei kommt beides häufiger vor, als die meisten denken. 1 von 2 Personen haben mindestens einmal im Leben Schuppen oder Kopfhautprobleme, wie juckende, trockene oder irritierte Kopfhaut.

Welche psychischen Effekte haben Kopfhautprobleme und Schuppen?
Kopfhautschuppen werden medizinisch oft als ‚kosmetisches‘ Problem marginalisiert. Für Betroffene bedeutet das jedoch meist sehr viel mehr, sie können unter einem selbst wahrgenommenen Verlust an Attraktivität leiden und vermuten, andere könnten ihnen mangelnde Hygiene unterstellen. Was nicht stimmt, denn eines ist klar: Eine geringe Anzahl an Haarwäschen oder mangelnde Hygiene sind nicht die Ursachen für Kopfhautprobleme und Schuppen.

Trotzdem führen insbesondere die unvermeidbare Sichtbarkeit von Schuppen und der gefühlte Kontrollverlust zu Einschränkungen im Sozialverhalten, zu mangelndem Selbstwertgefühl und in schweren Fällen auch zu sozialem Rückzug. Wie bei vielen Erkrankungen der Haut, wird auch bei Problemen der Kopfhaut von Nicht-Betroffenen oft verkannt, wie stark die psychische Beeinträchtigung für den Einzelnen sein kann.

Gerade Juckreiz kann hier ein sehr belastendes Symptom sein, richtig?

Ja. Kommt zu der Schuppenbildung auch Juckreiz als ein weiteres Symptom hinzu, führt dieser oft zu Schlafmangel (nahezu alle juckenden Hauterkrankungen und auch die der Kopfhaut verstärken sich in der Bettwärme). Folgen können Konzentrationsschwäche und verminderte Leistungsfähigkeit sein. Dazu kommt, dass das starke, oft kaum unterdrückbare Bedürfnis, zu kratzen, oft das Gefühl der Stigmatisierung verstärkt und zu weiterem Rückzugsbedürfnis der Betroffenen führt.“
Kann man sich durch Kontakt mit Textilien (wie z. B. Kopflehnen im Zug oder Helmen von Leihrollern) mit Schuppen anstecken?
„Schuppen sind keine Infektion und somit auch nicht übertragbar oder ansteckend. Tatsächlich kommen die Schuppen-Auslöser auf der Kopfhaut aller Menschen vor: ein Mikroorganismus namens Malassezia globosa und natürliche Fette, die man auch Talg nennt.

Wann treten Kopfhautprobleme und Schuppen das erste Mal auf?

Genauso wie die Akne treten Kopfhautschuppen erstmals während der Pubertät auf. Denn erst unter dem Einfluss der einsetzenden Hormonproduktion wird die Talgproduktion so stimuliert, dass es zu einem verstärkten Wachstum von Malazessia globosa kommen kann. Meiner Erfahrung aus der klinischen Praxis nach ähneln die Auswirkungen auf die Lebensqualität durch Schuppen in vielerlei Hinsicht denen durch Akne.

Die Pubertät wird, auch im Rückblick, von vielen als eine schwierige Lebenszeit empfunden. Diese Phase von Selbstfindung und großer Verunsicherung ist besonders erschwert, wenn kosmetisch so beeinträchtigende Probleme wie Pickel oder Kopfschuppen hinzukommen. So erinnern dann auch im Erwachsenenalter Aknenarben oder erneutes Auftreten von Schuppen an diese oftmals als sehr problematisch empfundene Lebensphase und verstärken dann auch im Erwachsenenalter die psychische Belastung durch Schuppen.Schuppen loswerden - so gelingt es 3

Was kann man bei Schuppen und Kopfhautproblemen tun?

Denkt man an den oft negativen psychischen Effekt von Kopfhautproblemen und Schuppen, darf eine wirksame Behandlung in ihrer Wirkung nicht unterschätzt werden. Denn sie hat nicht nur Auswirkungen auf das kosmetische und medizinische Problem, sondern auch auf die nachhaltige Erfahrung, Kontrolle über die sichtbare Problematik zurückgewinnen zu können. Deshalb führt eine erfolgreiche Behandlung zu einer sehr hohen Zufriedenheit bei Betroffenen, die auch messbar ist.

Um Kopfhautproblemen und Schuppen nachhaltig entgegenzuwirken, sollten Haar und Kopfhaut dauerhaft und regelmäßig mit einem milden, pH-balancierten Anti-Schuppen-Shampoo gewaschen werden. Auch mit Hitze, z. B. durch Stylingtools oder Haartrockner, sowie mit Stylingprodukten sollte sparsam umgegangen werden, da sie die Kopfhaut noch stärker reizen können. Moderne Anti-Schuppen-Shampoos (Gibt es auch online) mit dem schuppenreduzierenden Aktivwirkstoff Pirocton-Olamin erhalten die Balance der Kopfhaut.

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