Richtig Handeln im Notfall

2. Februar 2014

Dichter Nebel erschwert die Sicht, gefrierender Regen oder Schnee machen die Fahrt zur Rutschpartie – ein Unfall ist in dieser Jahreszeit schnell passiert. Wer dann als Ersthelfer vor Ort ist, kann helfen, Leben zu retten. „Viele Menschen reagieren zunächst panisch, wenn sie an eine Unfallstelle mit Verletzten kommen. Der Erste-Hilfe-Kurs liegt oft lange zurück und sie fürchten, daher etwas falsch zu machen. Nicht zu handeln ist in diesen oft lebensbedrohlichen Situationen jedoch ein großer Fehler, denn im Ernstfall erhöht jede geholfene Minute die Überlebenschancen eines Patienten erheblich“, sagt Christoph Lind, Rettungsassistent der DRF Luftrettung.

Foto: DRF Luftrettung.
Foto: DRF Luftrettung.

Die Luftrettung: Erste Hilfe kann Leben retten

  • Sichern Sie zuerst die Unfallstelle ab, so dass es keine weiteren Verletzten gibt!
  • Alarmieren Sie den Rettungsdienst über die Notrufnummer 112! Bewahren Sie Ruhe, schildern Sie genau, wo Sie sich befinden, was passiert ist, und warten Sie auf Rückfragen.
  • Beginnen Sie sofort mit der Herzdruckmassage, wenn der Patient bewusstlos ist, er keinerlei Reaktion zeigt und keine Atmung feststellbar ist. Führen Sie diese Reanimationsmaßnahmen bis zum Eintreffen eines Notarztes ununterbrochen fort!
  • Lassen Sie einen bewusstlosen Menschen keinesfalls alleine und bringen Sie ihn in die stabile Seitenlage, sofern eine Atemtätigkeit feststellbar ist. Ist dies nicht der Fall, beginnen Sie sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen!

Währenddessen entscheidet ein erfahrener Disponent in der Rettungsleitstelle über das schnellste und geeignete Rettungsmittel: Je nach Schwere der Verletzung werden ein Rettungswagen und zusätzlich ein notarztbesetztes Rettungsmittel eingesetzt. Das können Notarzteinsatzfahrzeuge oder Rettungshubschrauber sein. Oft kommt die schnellste Hilfe aus der Luft: Innerhalb von maximal zwei Minuten sind die Rettungshubschrauber der DRF Luftrettung auf dem Weg zum Patienten. Einsatzorte in einem Umkreis von 60 Kilometern können sie in 15 Minuten erreichen – unabhängig von der Verkehrslage oder unwegsamem Gelände.

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