Rezept: Quitten-Apfel-Chutney

18. Dezember 2020

Entweder aus dem eigenen Garten, vom Markt oder von den vielen Streuobstbäumen, die es vielleicht auch bei Euch gibt: hier muss man nur ernten, und für dieses tolle Rezept benötigt man Äpfel und Quitten, daraus entsteht dieses wunderbare Chutney. 

Quitten-Apfel-Chutney
Quitten-Apfel-Chutney. Foto: pr

Das Rezept: Quitten-Apfel-Chutney

Zutaten

  • 1,5 kg Äpfel
  • 1,5 kg Quitten (immer gleich viele Quitten und Äpfel verwenden)
  • 0,5 kg Zucker
  • ca. 2 TL Salz
  • 10 Schalotten
  • 5 kleine Chilischoten (oder viel Pfeffer)
  • 5 Stück Ingwer, daumengroß
  • 500 ml Apfelsaft
  • 250 ml Apfelessig
  • 5 Stück Sternanis
  • 5 Stangen Zimt

Schritte

  1. Die Quitten (nur das Fruchtfleisch verwenden) und Äpfel fein würfeln. Dann mit Salz und Zucker vermengen und eine gute Stunde ziehen lassen.
  2. Fein gewürfelte Zwiebeln und Chilischoten (ohne Kerne) sowie den geschälten und geriebenen Ingwer hinzugeben. Dann mit Apfelsaft und -essig aufgießen, zum Schluss Gewürze zugeben.
  3. Das fruchtig-würzige Potpourri so lang köcheln lassen, bis die Masse dickflüssig ist. Zimtstangen und Sternanis entfernen, Chutney in ausgekochte, noch heiße Einweck-Gläser füllen.

 

Ein Problem ist häufig, das im Herbst viel gleichzeitig reif wird, und es stellt sich die Frage, wie man die Ernste verarbeitet oder haltbar macht. Einfrieren ist sicher eine Option, doch die Kapazitäten in der Gefriertruhe sind schnell erschöpft. Daher hier noch weitere Methoden zur Aufbewahrung:

Obst haltbar machen

Dörrobst

Die wahrscheinlich älteste Methode, Obst haltbar zu machen ist das Dörren. Den Lebensmitteln wird dabei bis auf restliche 20 Prozent Wasser entzogen, sodass keine Schimmelgefahr mehr droht. Am einfachsten gelingt Trockenobst im Backofen: die Scheiben auf einen mit Backpapier ausgelegten Ofenrost legen und bei 60 bis 70 Grad Celsius etwa vier bis fünf Stunden lang dörren. Wichtig hierbei ist es, die Ofentür leicht geöffnet zu halten, zum Beispiel mit einem eingeklemmten Kochlöffel, sodass die Feuchtigkeit aus dem Ofen entweichen kann. Für den gesunden Snack eignen sich am besten Äpfel, Birnen, Pflaumen und Weintrauben.

Kompott

Für ein Kompott wird das Obst in einer Flüssigkeit – zum Beispiel Wasser, Sirup, Fruchtsaft oder Wein – sanft gegart. Die Zugabe von Gewürzen wie Zimt oder Gewürznelken sorgt für eine besondere Note. Mit dem Einkochen in Weckgläsern wird es haltbar: Unter Überdruck wird es zwischen 75 und 100°C erhitzt, um anschließend beim Abkühlen ein Vakuum zu bilden. Luftdicht verschlossen und unter Ausschluss von Keimen ist es nun im Glas circa noch ein Jahr essbar.

Marmelade, Konfitüre oder Chutney

Das Prinzip ist bei allen gleich: Früchte werden mit Zucker eingekocht. Und trotzdem gibt es feine Unterschiede. In der Regel ist der Fruchtanteil bei Konfitüren höher als bei Marmeladen und nimmt man es genau, darf von der Marmelade nur die Rede sein, wenn es sich um Zitrusfrüchte handelt. Beide kommen hierzulande meist aufs Frühstücksbrot. Das Chutney dient weniger als Aufstrich, sondern als herrlich süß-scharfer Begleiter deftiger Speisen wie Käse oder Fleisch. Enthält es doch zusätzlich zur Frucht noch Essig, Ingwer und Chili. In ihrem Heimatland Indien werden Chutneys zusammen mit Currys serviert. Alle drei halten sich in sterilisierten Gläsern bis zu einem Jahr.

Streuobstwiesen finden

Wer sich in diesen Tagen mit Obst von einer Streuobstwiesen eindecken möchte, der findet auf www.streuobst-blueht.de zahlreiche nützliche Adressen aus seiner Region, genau wie weitere Informationen zu der ökologisch wertvollen Bewirtschaftungsform.