Porsche fahren

26. Dezember 2012

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Es gibt Dinge im Leben, die muss ein Mann einfach mal gemacht haben. Eine solche Sache ist Porsche fahren. Selbst als Grüner darf man das mittlerweile ohne schlechtes Gewissen. Das liegt nicht nur am Image, sondern auch am Verbrauch der Autos. Höhere Fahrleistung bei niedrigerem Verbrauch, das macht Porsche fahren ohne schlechtes Gewissen möglich.

Sparsam und Schnell

Schon als Kind hatte ich einen kleinen roten Porsche. Ein Spielzeugauto das mich schon damals faszinierte. Mittlerweile habe ich einen Führerschein, und ich werde Porsche fahren. Wenn auch erst mal nur ein Wochenende. Ich fahre nach Stuttgart-Zuffenhausen. Wer zu dem schwäbischen Automobilbauer möchte, der komme am Porschemuseum vorbei. Ein wuchtiger Bau. Anscheinend dachte der Architekt Delugan Meissl so den Charakter der Autos am besten einfangen zu können. Und so ist das Museum letztendlich auch ein wenig wie der Porsche Cayenne den ich hier ein Empfang nehme. Von außen wuchtig und dadurch beeindruckend, von ihnen dann erstaunlich normal. Hier hatte ich mir von einem Porsche einfach etwas mehr erwartet als schlichte Plastikverkleidungen. Wäre da nicht in der Mitte des Lenkrads das legendäre Porsche-Wappen, mit springendem Pferd und den Geweihen, die beide zeigen, wo Porsche herkommt: Das springende Pferd ist dem Stuttgarter Stadtwappen, der Rest dem Baden-Württembergischen Landeswappen entlehnt.

Schnell verfahren

porsche2Uns so fahre ich und sitze im Porsche Cayenne hoch über den anderen Autos die an mit vorbeifahren. Ich nehme die Autobahn erst mal in die falsche Richtung, so fasziniert bin ich, und vor allem so schnell. Der Cayenne erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 227 Kilometer pro Stunde. Der Cayenne S schiebt diese Grenze noch weiter nach oben und erzielt ein maximales Tempo von 252 km/h und Turbo liegt mit 275 km/h ganz vorn. Und so bin ich dann auch schon kurz vor Heilbronn als ich meinen Fehler bemerke. Auch wenn man mit einem Porsche schnell unterwegs ist: Die Geschwindigkeit merkt man nicht. Was man hört ist der beeindruckende Sound. Wenn ich auf das Gaspedal tippe und der Motor aufheult. Der Cayenne verfügt über ein permanentes Allrad-System und kann über eine elektronisch gesteuerte Längssperre die Kraftverteilung auf der Vorder- und Hinterachse variieren. Eigentlich will ich mit diesem Wagen gar nicht über die Autobahn fahren. Ich will in die Berge, ins Gelände. Es geht über die A8 nach Süden. Vorbei an München, vorbei am Tegernsee, nach Wildbad Kreuth. Hier kann nicht mehr viel kommen. In den Bergen liegt die Grenze zu Österreich. Aber für so ein Geländegängiges Fahrzeug sollte das kein Problem sein – ist es auch nicht, denke ich als der Wagen schließlich vor einer rustikalen Hütte steht. Ringsum Wald, unten rauscht ein Bach.

Geländetauglich

Der Cayenne ist eine Verbindung von Onroad- und Offroad Fahreigenschaften. Dafür sorgt das „Porsche Traction Management“ (PTM), welches die Motorkraft im Grundmodus zwischen den Hinter- und Vorderrädern im Verhältnis 62:38 verteilt. Viel Technik und Ingenieurskunst steckt in dem Auto. Aber all das vergisst man hier oben im Wald. Und man freut sich, denn es steht schließlich noch der Heimweg an.

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