Mit einem Passepartout das beste aus Bildern rausholen

18. März 2020

Wie wichtig Bilderrahmen bei der Einrichtung sind, worauf man achten muss und wie man diese optimal einsetzt haben wir an anderer Stelle bereits dargelegt. Hier geht es um das Thema Passepartout, denn damit lassen sich Bilder optimal inszenieren. 

Die Verwendung eines Passepartouts bei der Rahmung unter Glas ist ein wichtiges Stilmittel. Darüber hinaus sorgt ein Passepartout für eine gute Planlage des eingerahmten Blattes und reduziert mögliche Wellenbildung. Je kostbarer das Blatt bzw. Kunstwerk ist, desto wichtiger ist die Verwendung eines Passepartouts, da es aus konservatorischen Gründen nicht mit dem Glas in Kontakt kommen darf.

Kleine Bilder bis zum Format 10 x 10 cm verlangen nach einem überproportionalen Passepartout, um den Blick des Betrachters auf sich zu lenken. Ansonsten sollte die Breite des Passepartouts ca. 10 – 12 Prozent der längsten Bildseite entsprechen. Große Kunstwerke kann man flächenbündig rahmen, aber oftmals wirken sie imposanter, wenn sie mit einem Passepartout zusätzlich eingefasst werden.

Passepartoutgestaltung – Goldener Schnitt oder mittig

Vor vielen Jahren war der Goldene Schnitt die Faustregel bei der Passepartoutgestaltung – dabei wurde das Bild weit nach oben versetzt. Heute und insbesondere bei modernen Werken wird das Bild oftmals mittig oder in der sogenannten optischen Mitte platziert – der untere Rand ist wenige Millimeter breiter als der obere. Die optische Mitte wird von dem Betrachter als sehr angenehm empfunden und verhindert, dass das Kunstwerk optisch nach unten wegläuft. Beeinflusst durch Instagram und Pinterest werden quadratische Motive vorrangig mittig platziert. „Bei der Passepartoutgestaltung ist darauf zu achten, dass das Bild an allen vier Seiten von dem Passepartout ca. 5 mm abgedeckt wird. So ist eine optimale Planlage des Bildes gewährleistet und die Einrahmung gelingt ohne weiße Durchblitzer“, merkt David Halbe, Geschäftsführer von Halbe-Rahmen, an.

Passepartoutfarbe – Weiß oder Farbig 

Bei der Farbauswahl des Passepartouts ist ebenfalls Fachwissen gefragt, denn die Möglichkeiten sind groß und der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Aber an gewissen Richtlinien sollte man sich orientieren. Generell gilt, die Farbe des Passepartoutkartons an die Farbe des Blattes anzupassen und in der Regel eine Nuance dunkler/gelblicher als die Farbe des Blattes zu wählen. Bei Schwarzweiß-Fotografien und -Grafiken sieht ein weißes bzw. altweißes Passepartout sehr gut aus, wenn die Präsentation klassisch und zudem hell wirken soll. Alternativ bietet sich auch ein schwarzes Passepartout an, da das Motiv heller erscheint. In Kombination mit einem dunklen Rahmen sieht ein schwarzes Passepartout elegant und stilvoll aus.

Frei schwebende Rahmung – der absolute Hingucker 

Die frei schwebende Rahmung setzt kleinere Exponate mit Aha-Effekt in Szene. Dank einer speziellen Fixierung wird die Illusion erzeugt, dass das Bild zwischen der Rückwand und Glasfront im Distanzrahmen schwebt. Durch diese Präsentationsart ist z. B. gewährleistet, dass das gewellte Papier von Aquarellen oder die besonders gestalteten Ränder handgeschöpfter Büttenpapiere oder gerissene Kanten perfekt zur Geltung kommen. Auch Drucke, Fotos, Kreide- und Pastellzeichnungen können durch den entsprechenden Tiefeneffekt in Szene gesetzt werden.

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