Was man beim Fasten beachten muss

1. Januar 2014

Ungesunde Ernährung, zu viel Stress und zu wenig Schlaf – unser Körper muss täglich vielen Herausforderungen begegnen. Wir fühlen uns oft müde, abgespannt und ausgelaugt. Fastenkuren sollen dagegen das wiederentdeckte Wundermittel sein. Was früher als Heilfasten belächelt wurde, gewinnt heute als „Detox“ oder „Phoenix“ immer mehr Anhänger. Die Kuren halten zwar längst nicht alle Versprechen, können aber helfen, das körperliche Wohlbefinden zu steigern und eine Gewichtsabnahme zu unterstützen.

Körper und Seele reinigen

Nicht nur als Neujahrsvorsatz ist Fasten beliebt: Es soll Körper und Seele reinigen, glücklich machen und sogar Krankheiten heilen. Der Markt bietet eine Vielzahl an Produkten, die den Körper entgiften und entschlacken sollen. Doch zumindest gesunde Menschen brauchen das gar nicht: „Die Notwendigkeit des ‚Entschlackens’, mit dem viele Produkte werben, ist wissenschaftlich nicht begründbar“, verdeutlicht IN FORM Ernährungsexpertin Ainhoa Kendigel von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). „Ein gesunder Körper sammelt keine Schlacken und Ablagerungen von Stoffwechselprodukten an. Nicht verwertbare Stoffe werden selbstständig über den Darm und die Nieren ausgeschieden“, stellt die Expertin klar.

Auch als alleinige Maßnahme zum Abnehmen ist Fasten laut DGE nicht geeignet. Es kann jedoch einen wichtigen Impuls zur Änderung des Lebensstils und zu besseren Essgewohnheiten geben. Auf diese Weise kann Fasten den Einstieg ins Abnehmen erleichtern.

Wer fasten will, sollte dies am besten unter fachlicher Anleitung tun und vorher einen Gesundheitscheck beim Arzt machen. Denn bei speziellen Krankheiten oder während Schwangerschaft und Stillzeit darf beispielsweise nicht gefastet werden.

Auf teure Fastenmittel kann man jedoch verzichten. Das klassische Heilfasten ist völlig ausreichend. Hier nehmen die Fastenden über Brühen, Tees und Säfte täglich rund 250 Kalorien zu sich. Um die Muskelmasse zu erhalten, gehört viel Bewegung zum Tagesablauf. Als ganzheitliches Programm werden zudem Verhaltenstherapien integriert. So helfen Fastenkuren, ein besseres Gefühl für den eigenen Körper zu bekommen und sich gezielt mit Fragen einer ausgewogenen Ernährung und mehr Bewegung zu beschäftigen. Weitere Informationen zu einer gesunden Lebensweise finden Interessierte unter www.in-form.de.

Rezept: Fastensuppe nach Buchinger Zutaten:

  • 3 Liter Wasser
  • frische oder getrocknete Kräuter wie Thymian, Rosmarin, Salbei, Liebstöckel
  • 1⁄2 Teelöffel Kümmel
  • 1⁄2 Teelöffel Nelken
  • 1⁄2 Teelöffel Wacholderbeeren
  • 2 Lorbeerblätter
  • 1 Zwiebel, gehackt
  • 2-3 Knoblauchzehen
  • 600 g Gemüse wie Lauch, Kartoffeln, Möhren, Pastinaken, Fenchel, Sellerieoder Zucchini

    Zubereitung:

    Gemüse klein schneiden, mit Gewürzen und Kräutern aufkochen und circa 30 Minuten köcheln lassen. Zur Geschmacksvariation kann eine Prise Muskatnuss, Curry, Tomatenmark oder ein Spritzer Orangen- bzw. Zitronensaft dazugegeben werden.

    Grundregeln der Fastensuppe:

  • Suppe komplett ohne Salz würzen
  • keine Gemüsebrühwürfel verwenden
  • Gemüse in Bio-Qualität nutzen

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