Kauf- und Pflegetipps für den Weihnachtsbaum

7. Dezember 2019

Der Weihnachtsbaum steht als Symbol für familiäre Geborgenheit und gewinnt vor allem für junge Familien an
Bedeutung. Jährlich wiederholen sich auch die Diskussionen rund um  den Baum und seine Pflege. Möglichst lang haltbar soll er sein, dabei wenig nadeln und ein sattes Grün zeigen. Um sich auch dieses Jahr  wieder richtig zu entscheiden, braucht es fünf entscheidende Tipps.  Denn mit der richtigen Pflege erfreuen sich Verbraucher bis zu sechs  Wochen an ihrem Weihnachtsbaum.

Weihnachtsbaum
Weihnachtsbaum. Foto: Tiard Schulz/ Unsplash

Tipp 1: Der richtige Baum

Gut 70 Prozent der Bundesbürger entscheiden sich zum Fest für eine  Nordmanntanne. Diese Sorte ist aufgrund ihrer weichen Nadeln so  beliebt. Charakteristisch sind auch die gute Haltbarkeit und der  gleichmäßige Wuchs. Auf Platz zwei ist die Blaufichte, die angenehm  duftet und auch lange haltbar ist. Sie wird besonders von  Haustierbesitzern bevorzugt. Denn die pieksenden Nadeln sorgen dafür, dass sich Haustiere wie Katzen nicht am Baumstamm hochziehen und der  geschmückte Baum dadurch umfällt.

Für alle natürlichen Weihnachtsbäume gilt, dass sie eine neutrale  Klimabilanz vorweisen. Denn in den nachhaltigen Anbaukulturen werden immer neue Bäume nachgepflanzt. Auch Umweltbewusste können sich also bedenkenlos an ihrem natürlichen Weihnachtsbaum zum Fest erfreuen.

Tipp 2: Das Aussehen

Verbrauchern kommt es vor allem auf die Optik an. Beim Kauf sollte  darauf geachtet werden, dass er eine gleichmäßige und runde Form  besitzt. Die äußeren Tannennadeln sollten grün und frisch aussehen.  Grundsätzlich gilt: Je glänzender die Nadeln, desto frischer ist der  Baum.

Tipp 3: Die richtige Lagerung

Die richtige Pflege des Baumes wird immer wichtiger, denn 40 Prozent  der Deutschen kaufen ihren Weihnachtsbaum schon in der ersten  Dezemberhälfte. Um den Baum bis zum Fest ansehnlich zu halten, sollte er möglichst sonnen- und windgeschützt stehen und in seinem Netz  bleiben. Stellt ihn der Käufer zusätzlich in einen Eimer Wasser, wird das Austrocknen und Nadeln des Baumes weitestgehend verhindert.

Tipp 4: Wasser

Die Faustregel lautet: Ein zwei Meter hoher Baum benötigt etwa zwei  Liter Wasser am Tag. Bevor er in einen Ständer gestellt wird, sollte  er am besten zwei bis drei Zentimeter gekürzt werden, damit er genug  Feuchtigkeit aufnehmen kann. Ein Christbaumständer mit  Wasserstandsanzeiger ist hier eine gute Lösung.
Wenn der Verbraucher seinen Baum mit echten Kerzen schmücken möchte,  sollte neben dem Baum auch ein Eimer Löschwasser als  Sicherheitsmaßnahme stehen. Jedes Jahr werden noch rund 10.000  Weihnachtsbaumbrände verzeichnet. Durch einen festen und sicheren  Stand und einen großen Abstand zu Gardinen und leicht brennbaren  Materialen lässt sich das leicht verhindern.

Tipp 5: Richtig schön geschmückt!

Damit der Baum genug Zeit hat, seine Äste wieder langsam zu  entfalten, sollte er einen Tag vor dem Schmücken aufgestellt werden.  Er lässt sich recht leicht aus dem Netz holen, wenn man es zunächst
nur unten am Stamm entfernt und den Baum in einen Ständer stellt.
Anschließend kann das Netz einfach von unten nach oben aufgeschnitten werden. Besonders leicht lässt er sich in einem Weihnachtsbaumständer mit Seilzug ausrichten.

Die meisten Weihnachtsbäume werden traditionell in Rot mit Zapfen,  Kugeln oder Äpfeln geschmückt. Damit die Optik passt, entscheidet man sich am besten für ein Farbschema, das zum Raum passt, in dem der  Baum steht. Beim Schmücken empfiehlt es sich, zuerst die Lichterkette rund um den Baum anzubringen und anschließend zu dekorieren. Große
Weihnachtsbaumkugeln hängen besser unten, kleinere weiter oben.  Besonders schwerer Baumschmuck sollte nicht zu weit außen hängen.  Engelshaar oder Lametta runden die Dekoration je nach Geschmack ab.

Diese Baumtypen gibt es

Die Blaufichte

Rund 10 Prozent der Käufer entscheiden sich für eine Blaufichte. Ihre Krone und Zweige wachsen fächerartig und gleichmäßig, dadurch ergibt sich ein pyramidenförmiges Bild. Besonderheit der Blaufichte sind die eleganten graugrünen, harten und sehr spitzen Nadeln, die ihr den Spitznamen Stech-Fichte eingebracht haben. Dass man sich an den Nadeln leicht stechen kann, ist nur auf den ersten Blick ein Nachteil. Gerade Katzen-, Vogel- und Kleintierbesitzer schätzen diesen natürlichen Schutz. Die stechenden Nadeln verhindern, dass die Tiere den Weihnachtsbaum als Klettergerüst verwenden.

Die Rotfichte

Die heimische Rotfichte oder Gemeine Fichte ist in unseren Wäldern weit verbreitet. Als Weihnachtbaum sind junge Rotfichten eine günstige Alternative für den kleineren Geldbeutel. Sie bietet ein schönes, kegelförmiges Bild. Charakteristisch sind die schräg
ansteigenden oberen Zweige und die eher hängenden unteren Äste. Durch die weite Verbreitung gibt es eine große Variation an Arten und Formen. Die meisten Rotfichten haben dunkelgrüne, leicht stehende, kurze Nadeln. Die Rotfichte nadelt häufig etwas früher als andere Weihnachtsbäume und sollte daher eher kurz vor dem Fest gekauft werden. Sie ist deshalb sehr gute für den Außenbereich geeignet.

Die Nobilis-Tanne

Die graugrüne Nobilis-Tanne oder Edeltanne ist weniger verbreitet und ein sehr robuster, gut riechender Weihnachtsbaum. Sie ist sehr lange haltbar und nadelt kaum. Deshalb ist die Edeltanne zur mehrwöchigen Dekoration als Baum oder Schnittgrün sehr beliebt. Die festen Äste halten auch schweren Weihnachtsbaumschmuck gut aus und machen die Tanne insgesamt sehr stabil. Der Wuchs ist nicht immer so regelmäßig wie bei der Nordmanntanne.

Die Schwarzkiefer

Die Schwarzkiefer zeichnet sich durch die kräftig grünen, buschigen, sehr langen Nadeln aus. Die kräftigen Zweige sind ideal für
Holzschmuck. Die Kiefer ist sehr lange haltbar und duftet wunderbar.

Der künstliche Weihnachtsbaum

Seit einigen Jahren gibt es auch Plastik-Weihnachtsbäume. Die Modelle variieren stark in Preis und Qualität. Meist werden sie in China oder anderen asiatischen Ländern hergestellt und nach Europa transportiert. Der Plastikbaum kann über mehrere Jahre eingesetzt werden. Er nadelt und duftet nicht. Im Gegensatz zu natürlichen Weihnachtsbäumen hat der Plastikbaum eine negative CO2-Klimabilanz, sofern er nicht mehrere Jahrzehnte im Einsatz ist.

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