Kaschmir-Mode von Heydorn

7. Mai 2021

Jeder kennt seine ganz persönlichen Lieblingsstücke im Kleiderschrank. Die, die man gerne und oft trägt – und bei denen man hofft, das sie nie kaputtgehen. Bei Yannik Heydorn gab es im Alter von 14 Jahren diesen Moment, als einer der Erwachsenen sagte: “Das ist aber ein schöner Pullover!” Und ein anderer antwortete: “Den hat meine Mama gestrickt.”

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Foto: pr

An diesen Moment erinnerte sich Yannik noch oft. Und ihm wurden zwei Dinge klar:

  1. Die wirklichen Lieblingsstücke, die am meisten Bewunderung einfahren, am liebsten getragen werden und für immer erhalten bleiben, sind diejenigen, welche die Oma oder Mama selbst gestrickt hat. Niemand nimmt sich mehr Zeit für die Auswahl der perfekten Materialien und gibt sich mehr Mühe beim Stricken, als die Mama für ihr Kind oder die Oma für den Enkel.
  2. Große, teure und weltbekannte Marken oder ausgefallene Designs sind cool, aber nicht von Dauer. Zwar ziehen tolle Marken und aufgestickte Logos die Aufmerksamkeit anderer auf sich. Aber dieses einzigartige Lieblingsstück, das dieses echte Gefühl auslöst, ist immer so besonders, weil die Qualität und die dort reingesteckte Liebe es so besonders macht. Ohne Logo und in schlichten, zeitlosen Designs.

Das beschreibt die Grundlage für die Marke Heydorn, die Yannik im Jahr 2010 gründete, um genau solche Kleidungsstücke zu schaffen. Die Wahl des Materials viel auf Kaschmir, dein anderes Material ist so exklusiv, weich und einzigartig. Doch der Enthusiasmus wich schnell der Ernüchterung: Kaschmir findet man viel auf der Welt, aber die Qualität ist extrem unterschiedlich und die Irreführung der Verbraucher hoch. Die Suche nach dem besten Kaschmir für die eigene Marke sollte fast drei Jahre dauern.

Die Suche nach dem besten Kaschmir

Auf unzählige Reisen, zunächst nach Großbritannien und Italien, dann nach China, Nepal, und der inneren Mongolei, suchte Yannik Heydorn die perfekte Kaschmirfaser und die besten Strickereien zu fairen Arbeitsbedingungen – kein leichtes Unterfangen. Nach fast drei Jahren hatte er sie endlich gefunden: Kaschmir aus der inneren Mongolei verbunden mit der Herstellung in Nepal und Deutschland.

Kaschmir gibt es in vielen verschiedenen Qualitätsstufen und nicht überall, wo 100% Kaschmir drauf steht, ist auch 100% Kaschmir drin. Natürlich ist Heydorn nicht die einzige Marke, die das beste und feinste Kaschmir weltweit gefunden hat. “Luxusmarken, die von der Qualität her das gleiche Kaschmir, teils auch aus der gleichen Region der inneren Mongolei verwenden, bieten ähnliche Pullover zu deutlich höheren Preisen an”, so der Gründer. Bei Heydorn kostet ein Stirnband ab 165 Euro, den passenden Schal dazu gibt es ab 225 €. Ein klassischer Polo-Zipper liegt bei 425 Euro.

Die Philosophie der Marke

“Wir wünschen uns für unsere Kunden die besagte „Großmutter“ zu sein, derer Pullover wir heute noch in unserem Schrank in einem extra Fach haben. Wir wollen genau dieses Gefühl vermitteln, das man hat, wenn man die eigens von Oma gestrickten Pullover trägt”, so Yannik.

“Wir denken vielmehr, dass wir uns ständig weiterentwickeln müssen. Deshalb sind wir regelmäßig in der inneren Mongolei oder Nepal unterwegs, suchen in Italien und Süd-Deutschland die besten Strickvarianten, Technologien und Herstellungsprozesse, probieren viel aus und forschen.”

Heydorn möchte schlicht und zeitlos sein, ohne großes Logo und ohne jede Saison neue Kollektionen. Dafür kann das eigene Lieblingsstück personalisiert werden. “Oma hat früher auch den Pullover oder den Schal genauso gestrickt, wie das Enkelkind es sich gewünscht hat – und nicht einfach irgendeinen Standard umgesetzt.”

Darum ist einer der wichtigsten Services für Heydorn, neben der Qualität und der vielen Handarbeit, die Möglichkeit der Kunden ihre Teile farblich zu personalisieren, Maßanfertigen zu lassen oder sogar die Anzahl der genutzten Fäden beim Strickprozess zu bestimmen (dickere oder dünnere Teile). Jedes Teil kann so an unterschiedlichen Stellen aus über 30 Farben personalisiert werden.

Reparaturservice

Kunden können ihre Lieblingsstücke jederzeit in unserer Kaschmir-Manufaktur in aufwendiger und traditioneller Handarbeit reparieren oder aufbereiten lassen.
Denn es kann immer mal passieren, dass man irgendwo hängen bleibt. Das sogenannte Kunststopfen ist als Handwerk so gut wie ausgestorben und Maschinen sind nicht in der Lage, die aufwendig gestrickten Kleidungsstücke zu reparieren. Darum hat Heydorn dieses Handwerk und den Service  mit aufgebaut.

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