Kaffeeröstung Arten – welche Unterschiede gibt es?

17. November 2021

Es gibt viele Methoden, Kaffeebohnen zu rösten. Welche Kaffeeröstung Arten es gibt, wie sie sich unterscheiden und wie sie dabei helfen, das perfekte Aroma herauskitzelt, zeigen wir in diesem Beitrag. 

Kaffeeröstung und -zubereitung ist nicht nur Handwerk und Kreativität, sondern vor allem Dreh- und Angelpunkt im Leben eines Rösters bzw. einer Rösterin. Der Röster und Gründer von Roastclub, Lennart Altscher, hat seine Leidenschaft mal so auf den Punkt gebracht:

Als Röster oder Rösterin denkt, lebt und liebt man Kaffee – und das soll auch jede:r schmecken!”

Hinter dieser Aussage steckt jedoch mehr als nur eine große Begeisterung und Liebe für Kaffeebohnen. Die Kaffeeröster sollen das ganz individuelle Röstprofil der Bohnen finden und daraus einen einzigartigen Kaffeecharakter entwickeln – die „Seele“ des Kaffees hervorbringen.

Erst wenn alle Feinheiten perfekt ausgeklügelt sind und ideal harmonieren, also wenn die Bohnen nach der Röstung das perfekte Aroma entfaltet haben, wird es im Röstvorgang und System abgespeichert. Dieses Profil wird dann auf die Bohne genau eingestellt und damit zum Geheimrezept einer jeden Rösterei. Damit wir unseren Lieblingskaffee nicht nur einmal, sondern immer wieder genießen können.

Spitzenqualität – vom Rohkaffee bis in die Kaffeetasse

Für einen außergewöhnlichen und aromatischen Kaffee ist ein qualitativ hochwertiger Rohkaffee die Grundvoraussetzung. Um die Qulität zu bewerten können Siegel helfen, etwa das der Specialty Coffee Association (SCA).

Welche Kaffeeröstung Arten gibt es?  Trommelröstverfahren vs. Industrieröstung

Die Trommelröstung ­

Kaffeeröstung Arten
Foto: Mike Kenneally/ Unsplash

­ Das Trommelröstverfahren lässt die Aromen der Kaffeebohnen durch die zeitaufwendige Röstung von mindestens 12 Minuten ideal entfalten, denn je nach gewünschter Kaffeesorte werden die Bohnen schonend bei 200 °C bis 225 °C geröstet.
Je länger und dunkler die Kaffeebohnen geröstet werden, desto kräftiger und intensiver wird der Geschmack der Kaffeebohnen, der von Röstaromen geprägt ist. Die Methode ist aufwendig und erfordert viel Erfahrung und Fingerspitzengefühl der Röster – doch das perfekte Aroma der Kaffeebohnen hängt von der Kaffeeröstung ab.

Die Heißluft- bzw. Industrieröstung

­Dieses Verfahren wird meist in industriellen Kaffeeröstereien eingesetzt. Der Fokus liegt hier verstärkt auf der Masse und nicht auf dem Handwerk selbst. Eine Heißluftröstung kann bis zu 4 Tonnen Kaffeebohnen pro Stunde rösten. Trommelröster haben im Vergleich dazu einen viel geringeren Durchsatz. So ein großes Volumen kann bei diesem Verfahren, im Vergleich zur Trommelröstung, deutlich schneller geröstet werden: In etwa 2 Minuten werden die Bohnen, statt mit 200 °C bei der Trommelröstung, mit 400 °C bei Heißluft geröstet. Ein schnelles Verfahren, was jedoch dazu führen kann, dass sich die Aromen nicht richtig entfalten können und der Kaffee geschmacklich eher wenig komplex ist.

Der Röstvorgang – Achtung, es wird heiß!

Im wahrsten Sinne des Wortes, denn wenn die geeignete Röstmethode erst einmal festgelegt wurde, kommen die rohen Kaffeebohnen anschließend in den vorgewärmten Röster, werden getrocknet und bei über 200 °C geröstet. Die Farbgebung entwickelt sich von dem ursprünglichen Grün der Bohne zu einem satten Kaffeebraun – und das schon in 7 bis 10 Minuten. Nach etwa 2/3 der Röstzeit blähen sich die Bohnen so sehr auf, dass sie schlussendlich platzen. Dieses Platzen wird auch als “First Crack” bezeichnet. Um den Röstvorgang zum idealen Zeitpunkt zu beenden, ist das handwerkliche Geschick des Röstmeisters gefragt. Anschließend müssen die Bohnen auf das Kühlsieb gegeben werden.
Je länger und dunkler ein Kaffee geröstet wird, desto kräftiger wird sein Geschmack. Je kürzer die Röstzeit (etwa 12 Minuten), desto stärker werden die Fruchtnoten und auch die Säure eines Kaffees betont. Die Röstung bringt also individuell Eigenschaften hervor und sorgt damit für den einzigartigen Kaffeegenuss.

Helle Röstung vs. dunkle Röstung

Kaffeeröstung Arten - welche Unterschiede gibt es? 3Ein Farbspiel mit Geschmack, denn für die helle Röstung werden die Kaffeebohnen bei geringeren Temperaturen geröstet. Sie entwickeln dadurch weniger Röstaromen und eignen sich hervorragend für die Filterkaffeemaschine. Für alle, die es lieber etwas milder mögen, aber dennoch einen kleinen Wachmacher am Morgen brauchen, ist diese Röstung ideal geeignet, denn in den Bohnen steckt noch eine Menge Koffein.

Du bist eher ein Fan des Espressos und magst deinen Kaffee lieber kräftiger? Dann wäre die dunkle Röstung genau nach deinem Geschmack. Diese Röstart eignet sich besonders gut für Espresso und bringt einen aromatisch kräftigen Geschmack mit sich.

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