Gartenpflege im Herbst

6. Oktober 2014

Wer seinen Garten hegt und pflegt, sollte nicht erst bis zum Frühjahr warten. Was zu tun ist, um schon bei den ersten Sonnenstrahlen im nächsten Jahr seinen Traumgarten zu genießen, verrät Garten-Experte Johannes von Ehren, Gärtner aus Leidenschaft in fünfter Generation.

Frühjahrsblüher im Herbst setzen

Blumenzwiebeln, die erst zu Saisonbeginn gepflanzt werden, können ihre Potenziale im Jahr der Pflanzung noch gar nicht entwickeln. Hobbygärtner müssen hierbei viel Geduld beweisen. Um ihre Schönheit trotzdem schon im nächsten Sommer genießen zu können, ist es sinnvoll die Blumenzwiebeln schon im September zu setzen, um den jungen Pflanzen ausreichend Zeit zu geben, sich mit ihrem neuen Standort vertraut zu machen.

„Im Herbst gepflanzt, bleibt den Frühjahrsblühern noch genügend Zeit vor Frosteinbruch Wurzeln zu schlagen und zu wachsen. Es macht also durchaus Sinn, diese nicht erst im Frühling zu setzen, wenn man in dem Jahr noch was von ihrer Blütenpracht haben möchte. Viele Frühjahrsblüher wie Tulpen und Narzissen benötigen sogar den Frost, um überhaupt zu blühen “, erklärt Johannes von Ehren.

Ran an die Schere

Natürlich sollten auch die bereits bestehenden Pflanzen umsorgt werden. Ein wichtiger Schritt, um das künftige Wachstum der Bäume und Sträucher zu fördern, ist das Beschneiden der Äste. „Entfernt werden alle kranken, beschädigten, sowie sich überkreuzende Äste“, so der  Experte. Das Ausdünnen gibt den Pflanzen Kraft für die neue Saison und fördert das Wachstum junger Triebe.

Endspurt!

Herbstzeit ist Pflanzzeit. Für das Setzen von Gehölzen und dem Teilen von Stauden ist der Herbst die beste Jahreszeit. Im Gegensatz zur Frühjahrs- oder Sommerpflanzung hat die Herbstpflanzung Vorteile. So ist der Boden
im Herbst in der Regel noch warm vom Sommer und die Versorgung mit Feuchtigkeit besser gewährleistet. Während der Herbstmonate und in den bodenfrostfreien Winterzeiten bilden die Pflanzen bereits neue Feinwurzeln. Im Winter entwickeln diese einen guten Kontakt mit der Erde. Hohlräume, die beim Pflanzen entstanden sind, werden geschlossen. Im Frühling ist die Pflanze so für Ihre Wasser- und Nährstoffversorgung bestens vorbereitet und hat einen Vorsprung gegenüber frisch gepflanzten Beetnachbarn: Das Risiko des Vertrocknens ist stark verringert. Außerdem treiben die Pflanzen im Frühjahr mit dem natürlichen Verlauf der Witterung aus und leiden daher weniger unter Verpflanzstress als bei einer Frühjahrspflanzung.

Auch die Rasenflächen erwarten im Herbst ein wenig Fürsorge. Spezieller Herbstrasendünger lässt den Rasen gekräftigt in die Wintermonate gehen. Das Laub wird auf den Rasenflächen abgeharkt, da sonst Fäulnis den Graspflanzen schaden könnte. Je nach Witterung wird Ende Oktober/Mitte November das letzte Mal gemäht.

Mitte November wird es nun langsam Zeit den Garten winterfest zu machen. Johannes von Ehren empfiehlt: „Bei bepflanzten Beeten reicht es, diese mit Mulch oder Tannenreisig abzudecken. Obstbäume und andere frostempfindliche Pflanzen sollten auch oberirdisch mit Vlies luftig eingepackt werden.“

Ist das erledigt, kann sich auch der letzte Hobbygärtner in die wohlverdiente Winterpause begeben und sich auf den nächsten Sommer freuen.

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