Düfte in der kalten Jahreszeit

18. September 2019

Die Tage werden kürzer und es wird kälter. Wir haben uns gefragt, warum wir zur kalten Jahreszeit warme und schwere Düfte bevorzugen.

Mit dem Wandel der Jahreszeiten ändert sich auch die Vorliebe für bestimmte Duftrichtungen. Sobald es draußen wieder kälter wird, haben wir oft das Bedürfnis, uns mit etwas Warmem zu umhüllen, das Gemütlichkeit und ein wohliges Gefühl transportiert. Noten wie Sandelholz, Leder, Weihrauch, aber auch Harznuancen sorgen für diese Art von olfaktorischer Wärme. Und gerne darf der Herbst- und/oder Winterduft auch etwas mehr Schwere besitzen, denn die Winterkälte mildert die intensiven Düfte stets ein wenig ab. So kann man im Winter ohne Reue „aus dem Vollen“ der Duftwelt schöpfen.

Neben den typisch orientalischen Düften sind Hölzer, Gewürze und besagte Harze ebenso für die kalte Jahreszeit angesagt wie Zimt, Moschus, Süßholz und sogar Weihrauch.

Trockene Haut im Winter

Trockene Heizungsluft drinnen, kalte Winterluft draußen: Sie entziehen der Haut im Winter Feuchtigkeit und verhindern damit ein langanhaltendes Dufterlebnis. Ein Duft kann sich nur schwer auf trockener Haut völlig entfalten, die Haut sollte also mit ausreichend Feuchtigkeit versorgt werden. Eine duftneutrale Bodylotion ist hier die Lösung: erst die Bodylotion auftragen und gut einziehen lassen, anschließend das Parfüm aufsprühen.

Düfte in der kalten Jahreszeit. Foto: Olga Serjantush

Geruchsstarke oder parfümierte Bodylotions können das Parfüm überlagern oder sich mit dem Duft mischen. Wer nicht mit „Duft-Layering“ experimentieren möchte, sollte daher an kalten Tagen auf eine geruchsintensive Bodylotion verzichten – oder auf das Parfüm.

Kann ein Parfüm die Stimmung positiv beeinflussen?

Schon in der Antike wusste man um die Macht von Düften und Aromastoffen. Sie haben eine wunderbare Eigenschaft: Ihnen gelingt es, Erinnerungen und Gefühle hervor- und wachzurufen und eine einzigartige Atmosphäre zu schaffen. Düfte sind Reize, die durch Geruchsrezeptoren direkt an das zentrale Nervensystem weitergeleitet werden; dort werden Emotionen verarbeitet und Hormone wie Endorphin ausgeschüttet – das sogenannte Glückshormon. Der Duft wird identifiziert, mit bereits bekannten Gerüchen verglichen und dann als positiv oder negativ bewertet – und die entsprechende Emotion wird ebenfalls in Gang gesetzt.

Düfte / Duftkomponenten/ Nuancen können die Stimmung in beide Richtungen beeinflussen. So wird Grapefruit, Limette und Mandarine nachgesagt, die Konzentrationsfähigkeit zu steigern, wirken Lavendel und Melisse entspannend, während Rose und Vanille als besonders stimmungsaufhellend gelten.

Übrigens: Wissenschaftler haben herausgefunden, dass blumige Düfte eine besonders anziehende Wirkung haben. Mit einem zarten Blumenbouquet in der Nase neigen die Menschen dazu, mehr zu lächeln und mehr Nähe zuzulassen.

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