Bodensee im Blütenrausch

12. März 2015

Am Schweizer Bodensee verwandelt sich die Landschaft im Frühling in ein rosa getupftes Blütenmeer. Vom Sonnenaufgangsfrühstück bis zu Radtouren zwischen Apfelhainen locken viele Angebote mit ultimativen Naturerlebnissen im Apfelkanton der Schweiz. Wer vom Apfelduft nicht genug bekommen kann, gönnt sich Apfelblüten-Anwendungen im Spa.

Nirgendwo wird in der Schweiz mehr Obst angebaut als im Thurgau. Vor allem Apfelbäume gehören hier zum Landschaftsbild, genau wie die sanften grünen Hügel und der weite Blick über den Bodensee. Nach dem oft schneereichen Thurgauer Winter lässt die Natur zur Obstblüte die Muskeln spielen. Ab Mitte April bis Mitte Mai platzen die Knospen von Kirschen, Birnen und schließlich Apfelbäumen auf und locken Bienen und Ausflügler gleichermaßen.

Immer dem Apfel nach

Die Möglichkeiten, sich den Blütenduft um die Nase wehen zu lassen sind vielfältig: Wander-, Themen- und Radwege führen entlang ausgewählter Streuobstwiesen, Mostereien und Museen durch blühende Landschaften. Mit einer erweiterten Wegführung und überarbeiteter Beschilderung wird dieses Jahr der Altnauer Apfelweg neu eröffnet. Auf dem Rundwanderweg sammelt man Apfelwissen und bekommt Lust auf ein Stück saftigen Thurgauer Apfelkuchen. Zur Blütezeit im Mai sind die neuen Tafeln und Mitmachangebote fertig.

Mit dem Velo durchs Apfelland

Der Altnauer Apfelweg ist auch eine Station der „Most-Tour Thurgau“ für Velo-Fahrer und E-Biker. In zwei Tagesetappen folgt man einem 125 Kilometer langen Rundkurs quer durch den Kanton Thurgau. Unterwegs bieten sich kulinarische Zwischenstopps, etwa bei der Mosterei von Oberaach oder der Mostgalerie Frasnacht an. Wer nicht nur Apfelthemen, sondern auch Kultur entdecken will, hat in der Ostschweiz beste Aussichten. Schloss und Park Arenenberg mit dem Napoleonmuseum Thurgau, das Wasserschloss Hagenwil und die Locorama Eisenbahn-Erlebniswelt liegen an der Strecke. Tourenpläne und Pauschalangebote mit Übernachtung und Gepäcktransport auf Wunsch unter

Süßer Pfaffenapfel und andere Seltenheiten

Im Thurgauer Dorf Roggwil hat sich ein Verein zur Aufgabe gemacht, alte Obstsorten aus der Region anzupflanzen. Inzwischen 340 verschiedene Apfel-, Zwetschgen-, Birnen- und Kirschensorten stehen auf dem gut fünf Fußballfelder großen Areal. Hier erfahren Besucher, dass die fruchtbare Hügellandschaft zwischen südlichem Bodenseeufer und Schweizer Voralpen ein uraltes Obstbaugebiet ist. Nicht nur Elstar und Boskoop, auch fast vergessene Sorten wie der Süße Pfaffenapfel werden hier gehegt und so vor dem Aussterben gerettet. Der Garten ist öffentlich zugänglich, Besucher und Helfer sind jederzeit herzlich willkommen.

Thurgauer Äpfel zum Einseifen

Die besten Apfel-Mitbringsel aus dem Thurgau ersteht man natürlich direkt beim Hersteller. Einen besonders schönen Hofladen hat die „Öpfelfarm“ von
Monika & Roland Kauderer. Im Hofladen in Olmishausen gibt es nicht nur getrocknete Apfelringe, die süchtig machen, sondern auch Pflegeprodukte. Bodylotion mit Apfelkernöl, Duschbalsam mit dem Duft sonnengereifter Äpfel und Shampoo mit natürlichem Apfel-Extrakt verlängern den Thurgau Urlaub zur Blütezeit um einige Wochen im heimischen Badezimmer.