Staycation im Herbst

11. November 2020

„Staycation“ – Urlaub zu Hause oder in der eigenen Stadt – war der Trend im Frühjahr und Sommer 2020. Wer aufgrund von Corona-Reisebeschränkungen nicht in die Ferne schweifen konnte, der nutzte seine freie Zeit, um seine eigenen vier Wände in einen Luxus-Spa zu verwandeln oder machte sich auf, um seine Region einmal aus der Touri-Brille zu entdecken. Wenn die Sonne scheint, die Temperaturen T-Shirt-tauglich sind und nette Outdoor-Plätze zum Verweilen einladen, ist der Mix aus Bleiben und Reisen ziemlich easy – doch wie sieht es mit Spaß und Erholung zu Hause in der kalten, dunklen Jahreszeit aus? Die gute Nachricht: Staycation funktioniert auch im Herbst und Winter. 

Winterlichen Heimaturlaub planen

Ohne Plan keine Stimmung. Wenn es draußen kalt ist und die Ferien zu Hause nahen, ist gerade jetzt eine gute Vorbereitung sinnvoll. Am besten man macht sich eine To-Do-List mit Dingen, die in der letzten Zeit liegen geblieben sind, nun aber ganz entspannt erledigt werden können, wie zum Beispiel alte Freunde treffen: Gerade jetzt lohnt es sich gute Bekannte für ein längst überfälliges Treffen zu kontaktieren. Auch mit Abstand macht ein ausgiebiger Plausch auf dem gemütlichen Sofa Freude.

 Südsee- oder Skandi-Feeling im Wohnzimmer

Im Sommer waren die Baumärkte voll von Menschen, die ihre Gärten oder Balkone in wahre Urlaubsoasen verwandelten. Da ab November nur noch wenig Sommerstimmung im heimischen Outdoor-Bereich herrscht, verlagert man das exotische Lebensgefühl einfach nach drinnen. Urlaubstauglich wird das Wohnzimmer mit dekorierten Muscheln und Seesternen, gerade sehr angesagt sind grüne Zimmerpflanzen, die die Wohnung in einen privaten Dschungel verwandeln. Wer es lieber nordisch mag, nutzt Schaffelle und Laternen für eine hyggelige Urlaubsatmosphäre.

 Private Wellnessauszeit im Home-Spa

Duftende Kerzen und eine Schaumwanne verwandeln das Bad in einen privaten Wellnesstempel. Bei einer ausgiebigen und gesunden „Me-Wellnessauszeit“ bringen selbstgemachte Gesichtsmasken, Haarkuren und Aromaöle einen echten „Body Glow“. Ein selbstgemixtes Körperpeeling aus fünf Esslöffeln kaltem Kaffeesatz und zwei Esslöffeln Olivenöl entfernt abgestorbene Hautschüppchen und regt die Durchblutung an. Für noch mehr Entspannung lässt man anstelle des Smartphones lieber lässige Chillout-Beats erklingen.

 Disco, Disco

Apropos Beats: Wem zu Hause vor Langerweile die Decke auf den Kopf fällt, schmeißt sich in sein bestes Partyoutfit und dreht die Musik auf. Tanzbare Pop-Klassiker von Macarena bis Kiss Kiss von Tarkan dürfen auf der Playlist auf keinen Fall fehlen. Und weil keiner zuguckt, ist hemmungsloses Abgezappel angesagt. Das steigert die (Urlaubs-)Laune und sorgt gleich für ein kleines Fitness-Workout.

Ab in den Wald

Einfach mal raus: Im Herbst locken farbenprächtige Landschaften mit ganz viel Romantik-Flair für eine wohltuende Auszeit im Freien. Um den Kopf richtig frei zu bekommen und gleichzeitig positive Energie zu tanken eignet sich Waldbaden. Das intensive Eintauchen in den Wald, das in Japan sogar als Medizin gilt, zeigt dank buntem Laub und erdigem Moosgeruch seine Wirkung jetzt intensiver denn je. Wichtig beim Waldbaden ist viel Zeit, eine bewusste Atmung sowie der Wechsel zwischen leichten Wanderungen und Ruhepausen, um das meditative Erlebnis voll und ganz zu genießen. Diese intensive Erholungsauszeit steht einem entspannten Wellnesswochenende mit Sauna und Whirlpool in nichts nach.

Private Dining einmal um die Welt

Neben Relaxen und aktiv die Umgebung entdecken, darf auch der Genuss in keinem Urlaub fehlen. Bei einer kulinarischen Weltreise „Stay-at-home“ kommen an jedem Tag landestypische Speisen der Lieblingsreisedestinationen auf die Teller. Am Montag wird mit „Pasta e Pizza“ wie in Italien gestartet, gefolgt von spanischer Paella mit Meeresfrüchten am Dienstag und Schweizer Käsefondue am Mittwoch. Ab Donnerstag geht es dann einmal über den Ozean mit ayurvedischem Dhal aus Indien, gefolgt von einem leckeren Burger wie in den USA und dem traditionellen Fischgericht Ceviche aus Peru. Wer keine Lust hat, sich diese Genuss-Exkursion selbst zu erkochen, tut gleich noch etwas Gutes und supportet lokale Restaurants, die in Zeiten des Lockdowns ihre Spezialitäten außer Haus anbieten.

Einfach mal verrückt sein 

Aus der Reihe tanzen – ein bisschen Craziness tut in aktuellen Trübsal-Zeiten gut und stärkt sogar das Immunsystem. Wie wäre es mit einem mutigen Bad im winterlich kalten Baggersee, Picknick mit Heißgetränken auf einem kahlen Acker oder sich dickeingepackt per Purzelbaum einen Abhang runterrollen und sich dabei kaputtlachen? Wer zu Hause für ein bisschen Verrücktheit sorgen möchte, schmeißt den Grill im Winter an und lädt zum perfekten Dinner im edelsten Zwirn. Für ein bisschen Farbe in grauen Wintermonaten sorgen bunte Fingernägel und eine neue Haarfarbe, an die man sich nie getraut hat, im Zweifel dank Homeoffice ja aber eh keiner sieht.

Weihnachtsmarkt für zu Hause mit Glühwein und Co.

Wenn Ende November die ersten Weihnachtsmärkte öffnen, ist ein entspannter Bummel mit Glühwein, Mutzen und Co. im Urlaub noch viel schöner. Da in diesem Jahr der Budenzauber wohl nur sehr eingeschränkt möglich ist, nutzt man seine freie Zeit und sorgt zu Hause für vorweihnachtliche Stimmung. Ob Glühwein, gebrannte Mandeln oder eine leckere Bratwurst – wer ein bisschen Zeit einplant, zaubert ein paar klassische Weihnachtsmarkt-Leckereien auf den Tisch und lädt einen Freund oder eine Freundin zur Verkostung ein.

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