Die Kathedrale von Santiago de Cuba, die ersterbaute der Insel

26. März 2018

Von Lic. Alex Michel Reyes Martínez

Die Kathedrale von Santiago de Cuba ist zweifellos eines der schönsten und am häufigsten besuchten Gebäude der Karibikstadt.

Jahr um Jahr laufen tausende Einheimische und Fremde dort zusammen um ihre architektonischen Schönheiten zu bewundern und gleichzeitig die in ihr enthaltenen sonderbaren Geschichten zu  diesem ersten so erbauten Stil zu vernehmen. In einer von dauernden Erdbebenbewegungen erschütterten Stadt errichtet, musste sie, Fundamente inbegriffen, schon vier Male seit 1522 wieder aufgebaut werden. Und  dem berühmten einheimischen Architekten Carlos Segrera Fernandez ist zu verdanken, dass im Jahr 1922 das bis dato bescheidene Gebäude im Kolonialstil durch einen imposanten Baustil ersetzt wurde und aus den Grossbauten rund um den Céspedes Park heraussticht.

Die Innenausstattung

Auch kann man es nicht unterlassen, von den Innenräumen dieser Kirche zu sprechen, wo Deckendekorationen sofort auffallen, welche religiöses, himmlisches Bild vermitteln. Augenfällig ist ebenfalls ein Altar aus Holz mit polierten Bronzeplättchen verkleidet und verschiedene katholische Heilige darstellend. Das Ganze in einer ausgezeichneten Vollendung.

Im Innern befindet sich ein erzbischöfliches Museum worin wichtige Objekte und Pergamente aufbewahrt werden und die ein Grossteil der Geschichte des Katholizismus in Kuba umfasst, der Religion also welcher eine grosse Zahl Anhänger im Land angehören.

Neben den architektonischen Besonderheiten, die auf den ersten Blick in diesem Gebäude sichtbar sind, können die nationalen Güter betrachtet werden, unter denen sich das Werk des „Santo Ecce Homo“ ein Gemälde aus dem XVII. Jahrhundert, das als das älteste Kubas betrachtet wird, berühmt wurde.
Auch trifft man auf die Gräber des vorzeitigen ersten Generalgouverneurs Diego Velasquez, neben verschiedenen ersten Bischöfen und Erzbischöfen, welche auf Kuba weilten.

Auch wird behauptet, dass hier die kubanische Musik entstanden sei und dass dann hier der Priester Esteban Salas Messen, Kantaten und die einheimische Chormusik komponiert habe.

Von den Balkonen der Kathedrale aus kann das laufende Kommen und Gehen der Bevölkerung Santiagos betrachtet werden und auch die schönen Gebäude ringsum bewundert werden, wie das Haus von Diego Velasquez, das erste Kubas, heute Sitz des Museo de Ambiente Histórico; dann das Rathaus, heute Sitz der Gemeinderegierung von wo aus Fidel Castro am 1. Januar 1959 den Revolutionstriumph Kubas proklamierte. Daran folgen das schöne Hotel Casa Granda, der alte Club San Carlos, La Galaria Oriente und andere. Darum können wir versichern, dass die majestätische Kathedrale von Santiago de Cuba ein Ort unzähliger geschichtlicher und nationaler Werte darstellt. Deshalb strömen hier nicht nur die gläubigen Katholiken zusammen, nein alle, die etwas mehr über die Kultur und die Eigenart der Karibikinsel kennen lernen möchten.

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