Cuevas de Bella Mar, das älteste Touristenziel Kubas

Reisen / 7. Dezember 2017

Von Lic. Alex Michel Reyes Martínez

Die Stadt Matanzas beherbergt einen der eindrücklichsten archäologischen Plätze der kubanischen Insel, nämlich die Grotten von Bella Mar, ein Ort an dem die Zeit stillsteht und jeder Besucher zum lebenden Zeugen der Planetenevolution wird.

Diese Grotten bilden den Gipfel eines Hügels, nur fünf Kilometer neben der Mitte der sogenannten „Atenas de Cuba“ der Anhöhe wo 1861 rein zufällig entdeckt als einem Arbeiter der Finca „La Alcancia“ ein Werkzeug entglitt und „wie vom Boden verschluckt wurde“. Sofort ordnete der Fincabesitzer eine Suche darnach an, doch niemand wagte sich daran. So kam es, dass zwei Monate danach sich der Besitzer entschloss den Boden dort selber zu untersuchen und ins „mytische“ Innere vorzudringen. Wie erstaunt und höchst beeindruckt er war, das Licht seiner Stablampe vielfach von Kristallen der auf dem Grunde vorhandenen Stalaktiten zurückgeworfen zu sehen. Die Natur hatte eine vollkommene Kristallgalerie aufgebaut, die er nach seinem systematischen Ausleuchten aller Winkel wieder der Dunkelheit überliess. Vorläufig konnte er sich nicht ausdenken, dass sich der von ihm zufällig entdeckte Ort Jahre später zum meist besuchten Touristenziel Kubas entwickeln würde und von Tausenden jährlich begeistert aufgesucht würde.

Beliebtes Ziel für Touristen: Cuevas de Bella Mar

Tatsächlich wandern heute Besucher über 1200 Meter im Innern der Grotten, die über Treppen und solide Wege zu den Abteilungen führen und dank natürlichen Belüftungssystemen, elektrischem Licht und einem ortskundigen Fremdenführer in alle Geheimnisse dieses Naturwunders eingeweiht werden.
Im Laufe der Jahre haben die Speleologen nach und nach in den Grotten mehrere Höhlen entdeckt und mit Namen versehen, welche die Besucher vorschlugen wie zum Beispiel „12-Apostel-Kapelle, Karottengarten, Schwammsaloon, amerikanisches Bad oder Gotensalon.

Auch trifft jedermann auf unterirdische Wasseradern, woraus natürliche Brunnen enstanden, etwa der Münzbrunnen, die Liebesquelle und der Jungbrunnen. Drei kleine Teiche liefern Geschichten für mythische Texte oder Besucher netzen sich gegenseitig mit den begehrten Wassergerinseln. Ringsum sind inzwischen Kreolen-Spezialitätenrestaurants entstanden, ein kleiner Vergnügungspark für Kinder, Souvenir- und Kunsthandwersstände, eine Bühne für Gruppenaufführungen zu einem unvergesslichen Erinnerungsaufenthalt an die einzigartigen Cuevas de Bella Mar steht allen Besuchergenerationen unentgeltlich zur Verfügung.







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